27.07.2016, 12:48 Uhr

Sommerpause heißt nicht Arbeitspause

6.000 Haltegriffe und 140 Routen warten im THE ROCK auf ihre Meister (Foto: THE ROCK/KK)

In der Mühldorfer Kletterhalle „The Rock“ werden 140 Routen neu gebaut. Start mit Jugendangebot.

MÜHLDORF. (Peter Tiefling). Klettern ist eine Sportart, die Jung und Alt anspricht und von den Sportlern Geschick, sportliche Fitness aber auch exakte Routenanalysen abverlangt. Und um genau diese Eigenschaft wieder aufs Neue zu fordern, hat The Rock Chef Franz Karger die Halle wegen Umbauarbeiten bis 3. August geschlossen.

6.000 Haltegriffe
„Der Umbau der Kletterrouten ist in vollem Gange. Die 140 Kletterrouten mit durchschnittlich jeweils 40 Griffen und Tritten werden abgeschraubt, gewaschen und in einer neuen Routenform aufgeschraubt“, so Karger. In Summe mit Boulderraum werden auf der 16 Meter hohen Kletterwand 6.000 Haltegriffe neu angebracht. Zum Großteil am hängenden von professionellen, lizenzierten Routenbauern aus Tschechien und anderen österreichischen Kletterhallen. „Das soll aber nicht heißen, wir lassen nur Fremdarbeiten. Nein, regionale Kletterer wie zum Beispiel Cerro Torre Erstbesteiger Markus Pucher, aber auch ich setzten während der Saison neue Routen“, läst Karger einen Blick hinter die Kulissen zu.

Hobby oder Profi
The Rock bietet für Jedermann den geeigneten Schwierigkeitsgrad. Etwa 50 Prozent der Aufstiege sind dem moderaten Schwierigkeitsbereich, also den Schwierigkeitsgraden zwischen vier und sechs zugeordnet. Es ist die senkrechte Spielwiese für den Hobbykletterer, der nur fallweise Funsport betreiben möchte. Ab Schwierigkeitsgrad Sieben wird die Route zur Senkrechten zusätzlich leicht bis stark überhängend mit kleinen Dächern, wie es in der Klettersprache fachmännisch heißt. Für den Nichtkletterer gibt es 90 Grad Vorsprünge. Diese Routen sind den Profis, die sich durch ihre Basisausbildung, dreimaliges wöchentliches Training aber auch exaktes Routenlesen und Erkennen von Lösungsansätzen zum Erkennen geben. „Stimmen diese Faktoren nicht zusammen, braucht es dazu etliche Aufstiegsversuche, die sich auch über Wochen hinziehen können. Die Athleten sind in Konsequenz, Geduld, Hartnäckigkeit gefordert. Erst mit einem „sauberen“ Durchstieg im Vorstieg fühlen sie sich wieder als Funsportler“, beschreibt Karger die zusätzlichen Reize des Klettersports.

Die Jugendarbeit
Jeder Sport braucht seinen Nachwuchs. Und genau in diese Kerbe möchte Karger ab Eröffnung schlagen. Über mehrere Jahre hindurch arbeiten sich im The Rock schon Fördergruppenteilnehmer einmal wöchentlich unter Traineraufsicht Meter für Meter in die Höhe. „Ab Herbst wird es drei Gruppen geben, 6 bis 8 Jahre, 9 bis 13 Jahre und ab 14 Jahre. Voraussetzung ist Teilnahme/Abschluß des Basiskurses (8. August/17 Uhr“, ladet Karger Eltern, wie Kids nach Mühldorf ein.

The Rock

Wo: Mühldorf
Ansprechperson: Franz Karger
Kletterfläche: 1.250 m²
Kletterturmhöhe: 16 Meter
Kletterbereiche:
Vorstieg 1- Wettkampfturm (16 Meter Wandhöhe, Routenlänge bis zu 27 Meter, 60 Meter Seillänge.
- Vorstieg 1- Steilwand (16 Meter Wandhöhe, Routenlänge bis 25 Meter, 60 Meter Seillänge).
- Vorstieg 2- Pfeiler (12 Meter Wandhöhe, überhängend, Routenlängen bis 20 Meter, 50 Meter Seillänge.
- Top-Rope Wand/sichere Wand (11 Meter Wandhöhe, bis zu 15 Varianten).
- Übungswand (12 Meter Wandhöhe mit Podest für seiltechnische Übungen, Routenlänge bis 20 Meter, 50 Meter Seillänge.
- Boulderraum/Klettern ohne Seil und Gurt (4 Meter Wandhöhe, 50 definierte Routen)
Informationen: www.therock.at, MobilNr. 0676 3400 256 oder per Mail an franz@therock.at
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