20.04.2016, 07:30 Uhr

Torwart Zagler als Torgarant in Lind

Glück und Versagen des Gegners war laut Alex Zagler ausschlaggebend für die beiden gehaltenen Strafstöße (Foto: SV Lind)

Beim Tabellenführer der Unterliga West sorgt der Tormann in den letzten Spielen für zwei Tore.

LIND/RADENTHEIN. (hok) Beim SV Union Lind steht die Fußballwelt leicht schief. In den letzten beiden Partien gegen die WSG Radenthein - 0:1 Sieg - und gegen den ATUS Nötsch - 4:0 Sieg - kümmerten sich nicht die Stürmer um die Siegestreffer. Tormann Alexander Zagler bekam das Vertrauen seines Trainers und Onkels Peter Zagler als Elferschütze anzutreten und enttäuschte weder ihn noch sein Team.

Nervenkitzel in Radenthein
In der Partie WSG Radenthein gegen den SV Union Lind ging es um Alles oder Nichts. Beide Mannschaften wollen heuer den Aufstieg in die Kärntner Liga schaffen und schenkten sich bei ihrem Aufeinandertreffen nichts. "Für uns war es ein leidtragendes Spiel gegen einen direkten Konkurrenten", so Alex Zagler im Interview. In 90 Minuten zeigte Schiedsrichter Edin Omerhodzic gleich drei Mal auf den Elfmeterpunkt, zwei Mal davon zugunsten der WSG. "Ich kenne die Radentheiner Spieler, da ich selbst eine halbe Saison dort gespielt habe", erklärt Zagler, "deshalb wusste ich schon, in welche Ecke Dulli (Ann.: Manfred Duller) zielen würde." Auch den zweiten Elfer von Sladjan Djurdjevic hielt Zagler ohne Probleme. "Da war sowohl Glück als auch das Versagen von Sladi im Spiel. Der Schuss war haltbar und ich habe die richtige Ecke erraten."

Siegestorschütze Zagler
Als in der 61. Minute Goalie Zagler selbst beim Elfmeterpunkt steht, verwertet er diesen bravurös. "Ich habe bis jetzt sieben Elfer geschossen und alle getroffen. Solange ich keinen verschieße, bleibe ich auch Elferschütze. Mein Ziel ist es in der Torschützenliste weiter nach vorzurücken", so der ambitionierte Goalie. Einen kleinen Konkurrenzkampf gibt es auch in der Mannschaft. "Ich will unbedingt mehr Tore erzielen als unser Mittelfeldspieler Ebner Edi", witzelt der Lendorfer. Auch beim 4:0 Sieg gegen den ATUS Nötsch war Zagler nicht unbeteiligt. Kein Tor erhalten und wiederum einen Elfer in der 72. Minute zum 3:0 verwertet.

Familienverein Lind
Alex Zagler hat sich seine Stellung im Team selbst erarbeitet. "Natürlich wurde ich im Freundeskreis belächelt, weil der Onkel die Mannschaft coacht und der Vater Tormann-Trainer ist. Aber das Familiäre spielt bei der Aufstellung keine Rolle, das stellen wir während den 90 Minuten hinten an." Als größten Konkurrenten sieht er seinen Vater Hartwig Zagler. "Er ist jetzt 51 Jahre und teilweise besser drauf als manch anderer Torwart in der Unterliga", so der stolze Sohn. Seit gut zehn Jahren wird Alex Zagler von seinem Vater trainiert und das hat ihn geprägt: "Ohne ihn wäre ich jetzt nicht in der Unterliga und würde um den Aufstieg mitspielen." Apropos Aufstieg: für den Keeper ist der Schritt in die Kärntner Liga ein Muss. "Wir sind ein kleiner Verein, ein eigenes Volk und wollen es unbedingt schaffen!"
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