07.04.2016, 12:30 Uhr

Remax Vortrag zu Immo-Preisen und Steuer-Tipps

Sabrina Egger (Immobilienberaterin RE/MAX Impuls) Mag. Bernhard Pontasch (Geschäftsführer Steuerberatung Pöschl & Partner) Susanne Pertl (Broker/Managerin RE/MAX Impuls) Herbert Aschbacher (Immobilienberater RE/MAX Impuls) (Foto: KRM)

Infos zu Neuregelung von Schenkung oder Erbschaften waren am gefragtesten.

SPITTAL. Immobilien-Interessierte kamen bei dem von Remax Impuls Seeboden organisierten Vortrag in der Wirtschaftskammer Spittal voll auf ihre Kosten. Susanne Pertl (Remax) und Steuerberater Bernhard Pontasch (Pöschl & Partner Klagenfurt) informierten über die Marktentwicklung und die Auswirkungen der Steuerreform für Verkäufer, Eigentümer und Übergeber.

„Die jüngsten Änderun-gen bei der Grunderwerbsteuer, der Immobilien-Ertragsteuer (Immo-ESt.) und den Abschreibungen und die steuerliche Neuregelung von Schenkung oder Erbschaften mit Immobilien waren neben der Marktentwicklung wohl die spannendsten Themen des Abends“, erklärten die Vortragenden.

Immo-Markt im Bezirk um 17,7 Prozent gestiegen

Die Immobilien-Expertin beleuchtete den aktuellen Immobilienmarkt in Österreich, in Kärnten und im Bezirk Spittal: Im gesamten Jahr 2015 wechselten im Bezirk Spittal laut Grundbuch 1.079 Immobilien die Besitzer. Davon waren 306 Eigentumswohnungen. Das waren um 13,3 Prozent mehr als 2014. Sie hatten einen Durchschnittspreis pro Wohnung von 134.460 Euro. Auch 160 Einfamilienhäuser wurden im Bezirk gehandelt, das ist eine Steigerung um 44,1 Prozent gegenüber 2014. Sie kosteten im Schnitt 150.129 Euro. Diese Zahlen wurde im Remax ImmoSpiegel präsentiert, der alle Kaufverträge 2015 des amtlichen Grundbuchs erfasst hat. Diese Daten werden laut Pertl auch für Einzel-Bewertungen, Marktwertfeststellungen und Gutachten herangezogen.

Die Auswirkungen der Steuerreform und Auswege

Besonders gespannt wurden die Berichte über die ersten Erfahrungen mit den seit 1. Jänner 2016 geltenden Änderungen bei der Grunderwerbsteuer und der Immobilien-Ertragsteuer aufgenommen: Die Immo-ESt wurde bekanntlich von 25 auf 30 Prozent erhöht. „Bei der Grunderwerbsteuer wurde die Berechnungsbasis vom dreifachen Einheitswert zum Verkehrswert umgestellt. Damit ist teilweise eine steuerliche Verbilligung für Obekte unter 250.000 Euro erfolgt. Für Objekte mit einem höheren Verkehrswert wurde es im Gegenzug teilweise teurer. Im Einzelfall, je nachdem wie hoch der konkrete Einheitswert und der konkrete Verkehrswert der Liegenschaft sind, kann sich das unterschiedlich auswirken und muss individuell durchgerechnet werden“, erklärt Pontasch.

Weitere Vorträge in Planung

„Aufgrund des regen Interesses sind auch weitere Vorträge geplant, unter anderem heuer Anfang Oktober. Details und Thema werden natürlich rechtzeitig bekannt gegeben“, so Susanne Pertl.
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