21.09.2016, 14:03 Uhr

Mein Garten im Oktober

(Foto: ÖBAU Nadlinger, Fotolia)

Buntes Herbstlaub zaubert feurige Farben in den Garten, die Ernte ist in vollem Gange und die Herbstblüher legen sich im Oktober mächtig ins Zeug.


Pflanzen, ernten oder Winterquartiere für Tiere - oft sind es die Kleinigkeiten die Ihren Garten im Oktober zum Paradies machen.

Was alles zu tun ist:

Bieten Sie Igeln ein zu Hause:
Igel sind geschützte Wildtiere - und wichtige Helfer im Garten im Kampf gegen Schnecken und andere Schädlinge. Im Spätherbst suchen sie ein Winterquartier. Bieten Sie den Igeln große Haufen aus Laub und Reisig an - oder bieten ihnen feste Wohnung aus Holz an.

Den Teich winterfest machen

Mit den fallenden Temperaturen sollten Sie Ihren Gartenteich winterfest machen. Das Hauptproblem im Herbst und Winter ist die Zersetzung von Pflanzenteilen im Teich, denn diese verbraucht so viel Sauerstoff, dass Frösche und Fische unter einer geschlossenen Eisdecke ersticken können. Zusätzlich entstehen übelriechende und giftige Faulgase wie Schwefelwasserstoff und Methan. Diese Gase steigen vor allem in größeren Teichen als Blasen an die Wasseroberfläche.

Damit die Gase erst gar nicht entstehen, entfernen Sie alle absterbenden Seerosenblätter und andere Pflanzenteile. Fischen Sie auch Falllaub ab, bevor es auf den Teichboden sinken kann. Zur Vorbeugung spannen Sie Maschendraht oder Obstschutznetze über den Teich, die das Laub zurückhalten. Wenn kein Laub mehr auf den Bäumen ist, nehmen Sie das Netz mitsamt Laub heraus.

Sorgen Sie auch für Luft im Teich und stellen ein dickes Bündel Stroh oder Schilfrohr in den Teich, bevor sich Eis bildet. Damit verhindern Sie, dass der Teich komplett zufriert und sorgen gleichzeitig dafür, dass Pflanzen, Fische & Co. im Winter genug Sauerstoff bekommen.

Noch ein Tipp: Das Wasser sollte mindestens 80 cm tief sein, so friert der Teich nicht bis zum Boden durch. Denn zu Beginn des Winters entsteht hier eine natürliche Wasserschichtung mit verschiedenen Temperaturen. Am Grund des Teiches ist dann immer 4 Grad kaltes Wasser, in dem die Tiere überwintern können.

Nicht vergessen:

Wer immergrüne Pflanzen will, sollte dies bald erledigen. Die Wurzeln müssen vor dem Winter einwachsen, damit das Laub mit Wasser versorgt wird.

Vorsicht mit Obst in herbstlichen Blumensträußen! Das aus reifenden Früchten ausströmende Ethylengas lässt Schnittblumen vorzeitig verwelken.

Nach der Brombeerernte schneiden Sie die abgetragenen Fruchtruten dicht über dem Boden ab und heften die diesjährigen Triebe an Drähten fest. Das Anhäufeln der Jungtriebe schützt diese vor Bodenfrost.

Samen ernten: Sammeln Sie jetzt die Samen wertvoller Sommerblumen und Stauden.
Lagern Sie sie bis zur Aussaat im Frühjahr trocken, dunkel und kühl.

Wühlmausfallen aufstellen: Vor dem Winter fressen sich die Tiere Speck an. Vor allem das Herbstgemüse wird angefressen.

Seerosen überwintern: Hat Ihr Gartenteich nicht die Tiefe von 80 cm, müssen Sie Ihre Seerosen aus dem Teich herausnehmen und in einem mit Wasser gefüllten Gefäß kühl und dunkel überwintern.

Wasserhahn vor Frost schützen: Machen Sie Ihre Außenwasseranlagen frostsicher. Schließen Sie dazu das Schrägventil (meist im Keller) und lassen Sie das restliche Wasser über den Entleerungshahn ab.

Pflanzzeit für Rhabarber: Wer im Frühjahr Rhabarber ernten will, sollte ihn jetzt pflanzen. Auch zum Teilen und Verpflanzen von zu groß gewordenen Exemplaren ist jetzt der richtige Zeitpunkt.


Bäume & Sträucher im Oktober

Jetzt mit dem Schnitt beginnen
Nachdem die Bäume und Sträucher ihre Blätter haben fallen lassen, ist der Blick frei auf die Zweige. Jetzt können Sie krankes, altes und totes Holz gut erkennen. Es wird direkt über dem Boden abgeschnitten. Zu dichte Sträucher sollte man alle drei Jahre auslichten.
Setzen Sie aber nur an frostfreien Tagen die Schere an. Bei Frost splittert das Holz und es entstehen Wunden, durch die Schädlinge eindringen können, die das Gehölz enorm schwächen.

Verjüngungskur für betagte Hecken

Schnitthecken werden ohne die richtige regelmäßige Pflege mit den Jahren zu breit, zu hoch und innen kahl. Wenn sie aus Hainbuche, Rotbuche, Feldahorn, Liguster, Stechpalme oder Eibe bestehen, lassen sie sich durch einen Verjüngungsschnitt wieder in Form bringen. Das macht man am besten im Oktober.

Wie geht man dabei vor? Die Äste der Hecke werden auf der Oberseite und an den Flanken mit einer Astschere stark zurückgeschnitten. Anschließend lichtet man die Pflanzen mit einer Säge aus. Nur der Mitteltrieb mit wenigen Seitentrieben soll übrig bleiben.

In der nachfolgenden Saison sieht die Hecke noch etwas angegriffen aus, aber schon im zweiten Jahr steht sie wieder schön dicht und grün da. Auch für kleine Lücken an jungen, Laub abwerfenden Hecken gibt es eine Lösung: Man schließt sie jetzt einfach mit Ersatzpflanzen. Nach dem Verjüngungsschnitt bleibt nur der Mitteltrieb mit einigen gekappten Seitentrieben stehen.

Gemüsegarten im Oktober

Alle Tomatenblüten entfernen: Schneiden Sie jetzt alle Blüten an Ihren Tomatenpflanzen ab, danach reifen die noch vorhandenen Früchte besser aus.
Feldsalat jetzt noch aussäen: Bis Ende Oktober können Sie den vitaminreichen Feldsalat im unbeheizten Gewächshaus oder im Frühbeetkasten aussäen. Für die Winterkultur gibt es robuste Sorten, die nicht von falschem Mehltau befallen werden.
Jetzt schon Knoblauch pflanzen: Wer im Oktober Knoblauch pflanzt, kann im nächsten Frühsommer dickere Knollen ernten. Der Grund: Die Knolle treibt noch im Herbst grüne Blätter, die geschützt den Winter gut überstehen. Gesteckt werden die Zehen in Reihen mit einem Abstand von 30 cm. Knoblauch braucht einen sehr sonnigen Platz und durchlässigen Boden.
Pastinaken Ernte beginnt: Die Wurzeln der Pastinaken können bis zu 40 cm lang werden. Süß und aromatisch schmecken die weißen Wurzeln der Pastinaken (Pastinaca sativa), die jetzt im Herbst und auch den Winter über bei offenem Boden frisch aus dem Garten geerntet werden können.

Was geerntet wird, was stehen bleibt
Tomaten, Zucchini, Gurken und Paprika sind sehr kälteempfindlich. Deswegen müssen sie noch vor den ersten Frösten geerntet werden. Ausgewachsene Tomaten, die noch grün sind, können Sie meist ohne Probleme noch im Haus nachreifen lassen. Andere Gemüsearten wie Möhren, Sellerie und viele Kohlarten sind robuster und vertragen ohne Weiteres Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Oft brauchen sie sogar noch einige Wochen, bevor sie richtig reif sind. Eine verfrühte Ernte vermindert bei ihnen Haltbarkeit und Geschmack. Sie können dieses Gemüse ohne Weiteres bis in den November hinein im Boden lassen. Schlagen Sie es dann in einer Kiste mit feuchtem Sand ein. Bei Kohlköpfen müssen die Strünke nach oben zeigen. In einem kühlen Raum bleibt Ihr Gemüse so zum Teil über Monate frisch. Grünkohl und Rosenkohl schmecken erst nach einem Frost richtig gut. Vom Porree können Sie frostharte Sorten sogar noch im Frühjahr ernten.

Der Garten-Profi

ÖBAU Nadlinger ist Ihr kompetenter Ansprechparter zum Thema Garten. Schauen Sie vorbei und machen Sie Ihren Garten winterfit!
Link: http://www.nadlinger.at/
0