06.09.2016, 16:52 Uhr

ADVANCED BIONICS MIT INNOVATIVER TECHNOLOGIE GEGEN HÖRVERLUST

Sankt Pölten: Universitätsklinikum St. Pölten |

Weltweit erste Operation mit dem neuen HiResTM Ultra Cochlea-Implantat an der Uniklinik St. Pölten

Kleiner und dünner, sowie ein deutlich verminderter Operationsaufwand – das sind die Vorteile, die das neue Implantat von Advanced Bionics (AB) gegenüber seinen Vörgängern für Betroffene und Ärzte bietet. Jetzt wurde es erstmals weltweit einem Patienten eingesetzt. Durchgeführt wurde der Eingriff am Universitätsklinikum St. Pölten von Chefarzt Prof. Dr. Georg Sprinzl, mit über 1.000 Operationen seit 2007 einer der renommiertesten Chirurgen auf dem Gebiet der HNO.

Erstmalig in der Welt wurde heute das neue HiRes Ultra Implantat von Advanced Bionics einem 28jährigen Patienten aus Tirol in einer einstündigen Operation eingesetzt. „Im Vergleich zu seinen Vorgängern zeichnet es sich vor allem dadurch aus, dass es kleiner und deutlich dünner ist, und daher die Operation entschieden vereinfacht bzw. verkürzt wird“, erklärt Prof. Sprinzl die Vorteile des neuen Implantates. Anwendung finden die Implantate bei Personen, die auch mit Hörhilfen wie Hörgeräten nicht zumindest 50 % des Sprachverstehens wiederherstellen können. Das Ziel ist es, den Personen Lebensqualität zurückzugeben und ihnen zu ermöglichen, Gesprächen wieder folgen und sogar Handys und Telefone wieder benutzen zu können. „Für die Betroffenen ist es wichtig, so viel Lebensqualität wie möglich zurückzugewinnen. In den vergangenen 20 Jahren hat die Wissenschaft hier gewaltige Fortschritte gemacht. Zusätzlich freut es uns sehr, mit Professor Sprinzl einen sehr erfahrenen Chirurgen für den ersten Einsatz weltweit gewonnen zu haben“, so Helmut Suitner (Country Director Deutschland, Österreich & Schweiz, Advanced Bionics GmbH) über die Operation und die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum St. Pölten.

Cochlea-Implantate (CI) kommen dann zum Einsatz, wenn ein Hörgerät nicht mehr ausreicht, um dem oder der Betroffenen Sprachverstehen und die Teilnahme an der Umwelt zu ermöglichen. CI´s bestehen aus einem Sprachprozessor, der hinter dem Ohr getragen wird, sowie dem Cochlea-Implantat selbst, das in die Hörschnecke (Cochlea) eingesetzt wird. Der Sprachprozessor wandelt akustische Signale in elektrische Impulse um, die an das unter der Haut liegende Implantat weitergeleitet werden. Dort angekommen stimulieren die elektrischen Impulse den Hörnerv, der die Signale seinerseits an das Gehirn weitergibt, das diese als Klänge erkennt.
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