26.07.2016, 11:19 Uhr

300 Unwettereinsätze: Feuerwehrfrau musste aus Auto gerettet werden

Straßen waren überschwemmt, Keller und Häuser waren voller Wasser. (Foto: FF Böheimkirchen)

Der Bezirk St. Pölten wurde vergangene Nacht von schweren Gewittern heimgesucht. Die Einsätze der Feuerwehren sind noch nicht beendet.

ST. PÖLTEN (bt). In der Nacht von Montag auf Dienstag sind bei der Bezirksalarmzentrale 200 Alarmierungen eingegangen. 100 können noch dazugezählt werden, denn die Feuerwehren wurden auch direkt verständigt. 33 Feuerwehren mit 450 Männern und Frauen standen im Einsatz und noch ist die Arbeit nicht geschafft. Derzeit sind im Bezirk noch 24 Feuerwehren mit Aufräum- und Auspumparbeiten beschäftigt.

"Wolkenbruchartige Regenfälle"

"So ab 23 Uhr sind wolkenbruchartige Regenfälle im Bereich Böheimkirchen, Außerkasten, Furth und Wald niedergegangen", informiert Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schröder. Der Starkregen hat sich später Richtung Wilhelmsburg und Ochsenburg verlagert, um anschließend Richtung Pielachtal mit den Schwerpunkten Rabenstein und Hofstetten-Grünau weiterzuhiehen. "Hauptsächlich haben wir es mit Kellern und Häusern unter Wasser, Vermurungen und Hangrutschungen zu tun", so Schröder.

Frau aus Auto gerettet

Besonders dramatische Szenen spielten sich in Wilhelmsburg ab. Eine Feuerwehrfrau wollte in in ihrem Auto zum Einsatz fahren, als sie die Wassermassen vor ihr bemerkte. Sie bremste ab, doch das Wasser hat sie bereits mitgerissen. "Die Kameraden sind ihr zur Hilfe geeilt. Sonst wäre sie in den Wildbach reingeschwommen mit dem Auto. Sie Situation war brenzlich", schildert Kommandant Rudolf Schenk.
35 bis 40 Einsätze wurden alleine in Wilhelmsburg seit Mitternacht bewältigt. "Und wir sind noch lange nicht fertig", so Schenk.

Bach übergetreten

Wie die FF St. Pölten- Ochsenburg informiert konnte ein Bach neben dem Mühlbach die abgeleiteten Wassermassen der beiden Auffangbecken nicht mehr aufnehmen.
Es kam zu Überflutungen von Kellern in der Reith.

Schäden in welcher Höhe entstanden sind, kann derzeit noch nicht eingeschätzt werden.
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