07.10.2016, 10:57 Uhr

Equal Pay Day-Kampagne: „Wickeln wirkt – auf Männer wie auch auf Frauen“

Die Frauenplattform informierte am 6. Oktober in der Innenstadt mit der Kampagne „Wickeln wirkt“ über die Ungleichverteilung von unbezahlter Haus- und Pflegearbeit. Zur Kampagne zugehörige Windeln gab es als kleines Geschenk und als „Erinnerung“ daran, dass eine gerechtere Aufteilung der unbezahlten Arbeit auch zu einer gerechteren Einkommensverteilung führt. (Foto: Martin Koutny)
ST. PÖLTEN (red). Heuer fällt der bundesweite Equal Pay Day, also jener Tag, an dem Vollzeit arbeitende Männer bereits das Jahreseinkommen von Vollzeit arbeitenden Frauen erreicht haben, auf den 11. Oktober. 
Für die Frauen bedeutet dies ein Minus von 22,36 Prozentpunkten gegenüber dem Jahreseinkommen der Männer. Einer der Gründe dafür liegt in der immer noch ungleichen Beteiligung von Männern und Frauen an der unbezahlten Arbeit. Dies hat die Frauenplattform St. Pölten, in Kooperation mit dem Frauenausschuss des Österreichischen Städtebundes, in der Kampagne „Wickeln wirkt – auf Männer wie auch auf Frauen“ thematisiert. Haushaltsarbeit, Kinderbetreuung und Pflege älterer Menschen werden zu 75 Prozent von Frauen erledigt – als Folge haben Frauen weniger Verdienst und später auch weniger Pension.

Übrigens: am 11. Oktober ist auch Weltmädchentag! Dieser Tag soll darauf aufmerksam machen, dass Mädchen noch immer nicht die gleichen Chancen haben wie Jungen. Mädchen werden weltweit benachteiligt, diskriminiert und missbraucht – nur weil sie Mädchen sind. Die Frauenplattform St. Pölten verteilte dazu Broschüren.
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