02.09.2016, 13:31 Uhr

Kurse zur Resozialisierung von Tierheim-Hunden zeigen Erfolg

Andrea Specht, Präsidentin des NÖ Tierschutzverbandes, Landesrat Maurcie Androsch, Sheila Harper, Winny Boerman, Tierheimleiter Davor Stojanovic und die Kangalhündin Lara (Foto: privat)

Auch „Listenhunde“ bekommen dadurch bessere Chancen auf Vermittlung in neues Zuhause

ST. PÖLTEN (red). „Die Kurse zeigen messbare Erfolge und bescheren gesündere und glücklichere Heim-Tiere. Diese Tatsache erhöht die Vermittelbarkeit innerhalb eines kürzeren Zeitraums, die Hunde finden rascher ein neues Zuhause. Das Tierheim St. Pölten hat in den letzten Jahren gezeigt, dass diese hervorragend Methode funktioniert und ich freue mich, dass das Konzept nun in ganz Niederösterreich auf Interesse stößt“, so Tierschutz-Landesrat Maurice Androsch, beim Besuch des Kurses der Britischen Hunde-Expertin Sheila Harper im Tierheim St. Pölten.

Androsch weiter: „Die niederösterreichischen Tierheime betreuen viele Hunde, die ohne ausreichende Unterstützung als ‚schwer vermittelbar‘ eingestuft werden und so hat der NÖ Tierschutzverband mit allen Tierheimen eine Fortbildungsinitiative für TierbetreuInnen gestartet. Seither geht man einen neuen Weg mit dem überaus erfolgreichen Programm von Verhaltensexpertin Sheila Harper.“ Sheila Harper ist eine weltweit anerkannte Hundeexpertin und arbeitet seit vielen Jahren in der Ausbildung von Hundeverhaltensberatern mit den Fachgebieten Stressabbau und Aggression bei Hunden. So werden in 14 Modulen zu je drei Tagen, innerhalb von drei Jahren die Tierheimleiter und Tierpfleger in zahlreichen Spezialgebieten geschult. Dazu zählt etwa die Körpersprache der Hunde zu verstehen und dementsprechend die eigene Körpersprache einzusetzen.

„Die Tierheimzeit soll für das Tier keine verlorene Zeit sein, sondern, wie die Tierheime in Niederösterreich beweisen, eine Fortbildungszeit für unsere Vierbeiner. Das Konzept von Sheila Harper, das nun in allen Tierheimen in NÖ zur Anwendung kommen soll, bietet Mensch und Tier die Chance, einander besser zu verstehen und besser zu kommunizieren. Denn viele vermeintliche Probleme zwischen Mensch und Hund sind eben nur Missverständnisse. Der Schlüssel zu einem besseren Verständnis liegt in der laufenden Schulung unserer engagierten Betreuer und Betreuerinnen“, so die Präsidentin des NÖ-Tierschutzverbandes Andrea Specht.
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