27.09.2016, 16:00 Uhr

Mit Bildung aus der Jobkrise

Bei der persönlichen Beratung kann vieles eingehender besprochen werden, so die St. Pöltner Bildungsberaterin Bettina Lanzenberger.

Erfolgsgeschichte: Die Bildungsberatung macht in St. Pölten Hilfesuchende fit für den Arbeitsmarkt.

ST. PÖLTEN (red). In Niederösterreich sind derzeit 57.123 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 1.980 mehr als im Vorjahr. Experten sind sich einig: Wer gut ausgebildet ist, hat weit höhere Chancen, einen Job zu finden. Eine Chance, zurück ins Berufsleben zu kommen, ist die Bildungsberatung Niederösterreich. An 40 Standorten machen 23 Beraterinnen ihre Klienten fit für den Arbeitsmarkt. Wir haben die Bildungsberatung in St. Pölten besucht und Erfolgsgeschichten gefunden.
Jene etwa von der jungen St. Pöltnerin, die als Flüchtling nach Österreich kam. Ihre Marketing-Ausbildung im Heimatland wurde hier nicht anerkannt. So begann sie, im Gastronomiebereich zu arbeiten. So wie es vielen Österreichern mit der Branche geht, wurde auch sie in dem Bereich nicht glücklich und wandte sich an Bettina Lanzenberger. "Wir haben ein Stärkenprofil erarbeitet und Stellen herausgefiltert, bei denen sie sich bewerben könnte", erzählt die Bildungsberaterin.

Infos über Förderungen

Seit Mai 2015 wurden rund 1.000 derlei Beratungsgespräche im Raum St. Pölten und Lilienfeld geführt. Hinzu kommen die Kontakte über die Bildungsberatungs-Hotline und die Online-Beratung. In ganz Niederösterreich werden jährlich rund 10.000 Beratungen durchgeführt. "Es kommen Erwachsene zu uns, die auf der Suche nach einem neuen Berufsfeld sind, die sich neu orientieren wollen", sagt Lanzenberger. Neben der Orientierungsberatung werden in den Beratungsgesprächen ganz zwanglos und vertraulich Informationen über mögliche Weiterbildungen und Fördermöglichkeiten wie Studienbeihilfen erteilt.

Niedrige Bildungsabschlüsse

Eine konkrete Zielgruppe, die die Bildungsberatung laut Lanzenberger erreichen will, sind Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen. "Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass diese Menschen schwer zu erreichen sind", sagt die Beraterin. Generell gelte, dass das Beratungsgespräch oft aufgrund eines finanziellen Drucks gesucht werde: "Es sind Menschen, die sich umorientieren oder weiterbilden wollen, dafür aber nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen."
Bei der jungen St. Pöltnerin war es ähnlich. Das Angebot der Bildungsberatung hat aber Früchte getragen: "Sie hat eine Anstellung im Sozialbereich gefunden und wird jetzt mit einer spezifischen Ausbildung beginnen", sagt Lanzenberger.

Zur Sache

Zu den Projektpartnern der Bildungsberatung zählt u.a. die BHW Bildungs- und Heimatwerk GmbH. Richtig ist man bei der Bildungsberatung etwa mit Fragen zu Ausbildung und Beruf oder wissen möchte, ob Bildungsvorhaben finanziell förderbar sind.

www.bildungsberatung-noe.at
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