01.06.2016, 07:00 Uhr

Parkplätze: 2,3 Meter sind vielen zu wenig

Im Parkhaus im Einkaufscenter Promenade in St. Pölten sind die Spuren unglücklicher Autofahrer auf so gut wie jedem Pfeiler zu finden.

Mindestmaß und einige Zentimeter mehr: Wir testeten die engsten Parkplätze im Raum St. Pölten.

ST. PÖLTEN (jg). Es sind nicht viele, für Ärgernis sorgen die vier Parkplätze in Wilhelmsburg aber dennoch. Hier in der Oberen Hauptstraße, zur Rechten den Struwwelpeter, einen Kebab-Imbiss und im Rücken die Apotheke, kann man beim Einparken ins Schwitzen kommen. Das Manöver führt nämlich mit ziemlicher Gewissheit zu einem kleinen Stau. Die Straße im Herzen von Wilhelmsburg ist so eng, dass Überholen kaum möglich ist und auch der Gegenverkehr zum Anhalten gezwungen wird. Für einen guten Einparker wie Rudolf Ameisbichler aber kein Problem. „Ich bleibe dort relativ oft stehen, wenn ich etwa zum Frisör gehe. Es ist halt eng, der Hintere muss womöglich 30 Sekunden warten“, sagt der Bürgermeister.

Promenade ist unbeliebt

„Eng“ ist überhaupt das Wörtchen, das in Kombination mit Parkplätzen häufig Verwendung findet. In Böheimkirchen etwa wird aufgrund des doch engen Zentrums und des vielen Verkehrs Ähnliches beklagt wie in Wilhelmsburg. In St. Pölten wiederum empfinden viele die Garagen zu eng, wie eine Umfrage auf Facebook zeigt, bei der sich die Garage in der Promenade als eher unbeliebt herauskristallisierte.
Die Spuren unglücklicher Autofahrer sind hier so gut wie auf jedem Pfeiler zu finden und Parkflächen sind im Vergleich zu anderen Garagen in der Landeshauptstadt tatsächlich eng bemessen. Ein Parkplatz muss in Niederösterreich laut Baurichtlinie mindestens 2,3 Meter breit sein. Diesem Mindestmaß entsprechen die Parkflächen in der Garage der Promenade. Das Problem allerdings, auf das auch St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler wiederholt hingewiesen hat: Laut ÖAMTC sind Autos in den Jahren von 2000 bis 2012 im Schnitt um 15 Zentimeter breiter geworden.
Welchen Unterschied die paar Zentimeter ausmachen können, sieht man in der Leiner-Garage: Hier ist eine Parkfläche 2,5 Meter breit, das Einparken gelingt deutlich einfacher als in der Promenade. Verwöhnt wird man im Traisenpark, wo ein Parkplatz auf der Ebene 2 auf über 3,6 Meter kommt.

Parken in St. Pölten

St. Pölten hat 13 Parkhäuser und 1.150 Parkplätze. In den Kurzparkzonen kostet eine Stunde 1 Euro. Im Traisenpark parkt man gratis. In der Promenade zahlt man ab der zweiten Stunde 1,30 Euro.

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Die Gewinnfrage 5: Was ist die gesetzliche Mindestbreite für einen Parkplatz?
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