03.08.2016, 08:30 Uhr

Urlaub im eigenen Paradies

Freie Sommertage verbringen Stefan und Ilse Sodek Cocktail schlürfend am Pool. Palmen im Garten sorgen für noch mehr Urlaubsflair. (Foto: Sodek)

Lieber Balkonien und Gartenidylle als Terrorangst scheint das Sommer-Motto 2016 zu lauten.

ST. PÖLTEN (bt). Aufs große Reisen haben viele Menschen keine Lust mehr. Terror in den Touristenhochburgen, die damit verbundenen strengen Flughafenkontrollen und letztendlich Teuerungen in den alternativen Urlaubsorten – da sucht man sich lieber ein schönes Plätzchen zu Hause. Die Bezirksblätter besuchten "Daheimbleiber", die sich ihr eigenes Urlaubsparadies geschaffen haben und sprachen mit ihnen über ihre Beweggründe, nicht in die Ferne zu schweifen.


Ruhepol zwischen Kräutern

Gar nicht in Frage kommt ein Urlaub in der Ferne für Gertraude Schmidt aus Karlstetten. Denn der ganz persönliche Wohlfühlort ihrer Familie ist der eigene Schaugarten. Eine Brücke führt über den großen Bioteich hin zu einer Vielfalt an Kräutern und Gewürzen; viele davon schon fast vergessen. Hier lässt es sich, zwischen der vielen Arbeit, gut aushalten. Entspannung ist garantiert, die Seele baumelt. Doch nicht nur die Arbeit hält die Familie zu Hause. "Man ist nirgends mehr richtig sicher und daheim ist man halt doch geborgen", so G. Schmidt. Eine Reise etwa in die Türkei? Unvorstellbar! "Da schätzt man seine Heimat noch mehr."

Oase mit Palmen und Bananen

"Wir verbringen unseren Sommer am Pool im Garten. Bei Schlechtwetter weichen wir in die Sauna aus", erzählt Ilse Sodek von Orthopädie Sodek. Mit "wir" meint sie ihren Mann Stefan und sich. Ihren noch zu Hause wohnenden Sohn nennt sie liebevoll "Nachtschattengewächs". Die Sauna ist außergewöhnlich: Es handelt sich um ein altes Cognacfass, das acht Personen Platz bietet. Die Oase der Sodeks ist ruhig und relativ uneinsichtig, Bananenbäume und Palmen sprießen. "Da fühlt man sich eh wie im Urlaub." Außerdem hat St. Pölten viel zu bieten, etwa schöne Badeseen, Open Air Kinos oder auch den Wald.
Menschen, die aus Terrorangst nicht verreisen, bringt Ilse Sodek Verständnis entgegen. "Im eigenen Garten ist man am sichersten und in Österreich sind wir Gott sei Dank doch noch auf einer Insel der Seligen." In Gebiete, für die eine Warnung besteht, würde sie nicht reisen. "Man muss es ja nicht herausfordern."

Zur Sache:

Vereinbarung einer Schaugarten-Führung: Familie Schmidt, 02741/7367, 0676/6058368;
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