03.10.2016, 16:42 Uhr

Schulbeginn - ALLER ANFANG IST SCHWER?

(Foto: Bundesministerium für Bildung)
Der September ist nicht nur ein Monat, wo der Sommer dem Ende zu geht und der Herbst beginnt, nein es ist für viele ein Monat, wo gravierende Änderungen im Leben stattfinden.

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt – Kindergarten wird zur Volksschule, Volksschule zur Hauptschule, Neuer Mittelschule oder Gymnasium, absolvierte Schulpflicht wird zum Lehrberuf, zur weiterführenden höheren Schule oder zum Schultypenwechsel in eine berufsbildende mittlere und höhere Schule.
In allen neuen Bereichen sollen sich unsere „Kunden“ bestens betreut und wohl fühlen. Unsere Kunden sind in der Firma Schule natürlich die Schülerinnen und Schüler. Ein solcher Wechsel des Lebensabschnittes ruft nicht nur bei den „Kunden“ Ängste, Befürchtungen, Neugier, Neues hervor sondern auch bei den „Kundenbetreuern“. Die Kundenbetreuer setzen sich aus den Berufsgruppen der Pädagoginnen, Pädagogen, Erzieher, Erzieherinnen und dem Verwaltungspersonal zusammen.

Der Schulbeginn aus der Sicht der Schulwarte, Reinigung, Sekretariatsbediensteten, Schulärzte, Schulpsychologen an den Bundesschulen und den Landesschulinspektoren, Juristen, Sachbearbeitern in den übergeordneten Dienststellen sei hier vorgestellt!

Die Vorbereitungsarbeiten für das nächste Schuljahr beginnen bereits mit dem ersten Ferientag des vergangenen Schuljahres. In der ersten Ferienwoche werden die Räumlichkeiten von den Personen des handwerklichen Dienstes (Schulwart, Reinigung, Hausarbeiter,….) inspiziert und Planungen gesetzt, wann, wo, wie, was in den Sommerferien umgesetzt werden muss. Diese Arbeiten werden vorwiegend in den unterrichtsfreien Zeiten durchgeführt, damit der Unterricht während der Schulzeit durch äußere Einflüsse nicht gestört wird.

Auch das Schulsekretariat beginnt bereits am ersten Ferientag mit den Vorbereitungsarbeiten für das kommende Schuljahr. Die neuen SchülerInnen müssen elektronisch erfasst und den Klassen bzw. den Klassenräumen zugewiesen werden. Das Informationsmaterial für die Eltern und SchülerInnen muss adaptiert und aufgelegt werden. Leitwege und Richtungspfeile werden aufgehängt und aufgestellt, damit den neuen „Kunden“ der Einstieg in den neuen Lebensabschnitt erleichtert wird. Buchhaltung und Rechnungsführung können endlich in Ruhe erledigt werden und Bestellungen für den Schulbeginn werden mit den Firmen abgesprochen. Vorbereitungen für die Wiederholungsprüfungen werden getätigt, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Die Bediensteten der vorgesetzten Dienstbehörden (Landesschulräte mit den Aussenstellen, Ministerium) beantworten Anfragen nicht nur von den PädagogInnen, DirektorInnen sondern auch von Eltern und SchülerInnen. Verträge für die neu anzustellenden Lehrkräfte werden verfasst und zugestellt. Die Schulaufsicht und die Juristen beantworten äußerst kompetent entweder mündlich oder schriftlich Anfragen der neuen PädagogInnen. Berufungen werden behandelt und nach den bestehenden Gesetzen abgehandelt. Vorgaben und Planungen für das kommende Schuljahr, sei es pädagogischer oder organisatorischer Natur, werden gemacht. Letzte Personalwünsche der DirektorInnen werden erfüllt oder werden versucht so rasch wie möglich zu realisieren.

Sind all diese Vorarbeiten – und das ist nur ein Bruchteil davon – erledigt, dann warten alle auf den Schulbeginn. Dies geschieht mit einer gleichen Aufregung, Ungewissheit, Angst und Besorgnis wie bei den neuen „Kunden“, die einen neuen Lebensabschnitt jetzt betreten. Am ersten Schultag sind alle – obwohl die Bediensteten schon viele Schulanfänge mitgemacht haben, genauso nervös und aufgeregt wie die SchülerInnen.

Läuft alles gut? Können wir Probleme rasch beheben? Haben wir nichts vergessen? Werden sich die neuen „Kunden“ auskennen? Gefällt es Ihnen bei uns?

In den ersten drei Schulwochen ist an ein „normales“ geregeltes Arbeiten sowohl an der Firma Schule als auch in den Landesschulräten und im Ministerium nicht zu denken. Da nützt auch die Routine von zig-mal erlebten Schulanfängen nichts. Jeder Anfang gestaltet sich anders. Es kommt entweder was Neues hinzu oder die Abläufe werden durch Vorgaben geändert oder es passiert überhaupt etwas Unvorhergesehenes und Improvisation ist angesagt.

Alle Beteiligten der Schulverwaltung schaffen es immer wieder Schuljahr für Schuljahr den Eintritt der SchülerInnen in den neuen Lebensabschnitt so leicht wie möglich zu machen. Die Ängste, Befürchtungen, das Neue und Unbekannte werden von den Bediensteten vor Ort oder auch in den vorgesetzten Dienstbehörden abgefangen und zur Zufriedenheit erledigt.

Ein riesiges DANKESCHÖN an alle Mitwirkenden, die entweder im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgen oder an vorderster Front agieren.

Der neue LEBENSABSCHNITT kann beginnen!
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