19.03.2016, 20:04 Uhr

Generali Invaders: 30 Jahre Football in St. Pölten

Gemeinsam feierten Spieler, Cheerdancer und FunktionärInnen der Invaders mit Bürgermeister Matthias Stadler das 30-jährige Bestehen. Im Rahmen der Pressekonferenz wurde Stadler offiziell zum Ehrenmitglied ernannt und ein Jersey mit der Nummer 1 überreicht. (Foto: mss/Invaders)

Das Football-Team feiert: Ebenso wie die Landeshauptstadt selbst feiern die Invaders heuer ihr 30-jähriges Bestehen. Seit der Gründung, mit dem Gedanken eine "Sportart für echte Männer" in St. Pölten zu schaffen, hat sich einiges getan.

ST. PÖLTEN (red). „Man feiert nicht jedes Jahr einen runden Geburtstag! Die Invaders feiern das Jubiläum gemeinsam mit der Landeshauptstadt St. Pölten gleich über ein ganzes Jahr“, freut sich das jüngste Ehrenmitglied der Invaders, Bürgermeister Matthias Stadler und verweist auf das dichte Programm des Footballvereins, das mit dem ersten Heimspiel am 23. April beginnt.

Der Trendsport Football erfreut sich generell zunehmender Beliebtheit und füllt – nicht zuletzt bei der Europameisterschaft in St. Pölten vor zwei Jahren – inzwischen ganze Stadien. Wegbereiter dafür waren im größten Bundesland sicherlich die Generali Invaders, eines der ältesten Football-Teams in Österreich.

Rückblick: Mit dem Traktor in die höchste Liga

Die 1986 gegründeten Invaders haben im Mai 1987 ihr erstes Heimspiel vor 700 interessierten Zuschauern bestritten. Aufsehen erregten die „Hippolyt Invaders“, wie sie damals hießen, unter anderem damit, dass die Mannschaft vor den Heimspielen mit dem Traktor durch St. Pölten fuhr und die Werbetrommel rührte.

Im Jahr 2005 stehen die schon in den Vorjahren erfolgreich spielenden Jung-Invaders ganz oben. Die Junioren-Mannschaft gewinnt den Cup, rund um dieses Team beginnt eine neue Ära im Nachwuchsfootball in St. Pölten. Auch 2007 zieht man im Junioren Cup ins Halbfinale ein. Viele Spieler aus diesen Jahren holen für die Invaders ein paar Jahre später den nächsten Titel: 2009 mit dem Aufstieg in die AFL, die höchste österreichische Liga!

Die Saison 2010 konnte auf dem 6. Platz beenden werden, das alteingesessene Team löste sich aber aufgrund der Strapazen auf und es ging wieder hinab, davon ist jedoch heute nichts mehr zu spüren: Mit neuer Vereinsführung und jungen Spielern geht es beständig aufwärts: Weitsichtig wird nämlich auf Nachwuchsarbeit gesetzt, weswegen die Zahl der Jungsportler mit fast 100 so hoch wie noch nie ist.

Eine Heimat für den Football

Am Anfang streiften die Invaders von einem Sportplatz zum anderen. Begonnen haben die Rot-Goldenen am alten Sportclubplatz in Wagram. Es folgten Stattersdorf, die Union-Sportanlage und nach einem Kurzausflug in Gerersdorf spielte man in der Landessportschule, im Fußballzentrum Süd und schließlich auf dem Sturm 19 Platz.

„Die Stadt St. Pölten war immer hilfreich an unserer Seite, bis wir schließlich 2002 unsere Heimat am ehemaligen Glanzstoffplatz am Mühlweg fanden. Dieser von der Stadt gepachtete Platz hat bis heute die Maße eines echten Footballfeldes und damit waren die Invaders und die Vienna Vikings die einzigen Vereine Österreichs, die über einen eigenen Platz in Originalgröße verfügten“, so Invaders-Obfrau Ulrike Zöchling.

General-Manager Liedler hält fest: „Viele Vertreter der Stadt besuchen gerne unsere Heimmatches und wir freuen uns jedes Mal aufs Neue, wenn unser neues Ehrenmitglied Bürgermeister Matthias Stadler bei einem unserer Spiele mitfiebert. Ein weiterer großer Fan war der leider schon verstorbene Altbürgermeister Willi Gruber, der bereits 2004 zum Ehrenmitglied ernannt wurde.“

Ausblick auf die Saison 2016

Mit der Unterstützung eines neuen Trainers und einem sehr intensiven Training bereiten sich die Invaders auch auf eine schwierige Saison 2016 vor. Mit zwei neuen Mannschaften aus Budapest und Bratislava ist die Division 1 so stark wie schon lange nicht mehr.

Die Cheerleader der Invaders treten seit 2016 mit neuem Namen auf und haben ein neues Team gegründet. Seit Jänner kann man beim St. Pölten Invaders Danceteam eine neue Möglichkeit im Tanzsport ergreifen. Um die Verbundenheit der Cheerleader und Footballer der Rot Goldenen zu unterstreichen wurde auch bei der Generalversammlung einstimmig der Verein zum „American Football and Cheerleading Club“ erklärt.

„Die Invaders sind eine Familie! Und diese Familie ist heuer um einen großen und wichtigen Teil gewachsen. Ohne unsere Cheerleader könnten wir uns keine Vereinsveranstaltung mehr vorstellen“, ist sich General Manager Johannes Liedler sicher.

Auch der Nachwuchs füllt bereits im Frühjahr den Kalender. Mit insgesamt sieben Vorbereitungsspielen bereiten sich die jüngsten Invaders auf die Nachwuchssaison im Herbst vor. Im Mittelpunkt steht sicher das U19 Team, das nach zwei Jahren wieder eine Meisterschaft spielen wird.
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