11.04.2016, 14:30 Uhr

Seniorenwohnheim Stadtwald: Trakt A wird Modell "Betreubares Wohnen mit Tageszentrum"

Der Wohntrakt A des Seniorenwohnheims Stadtwald wird in das zukunftsorientierte Modell „Betreubares Wohnen mit Tageszentrum“ umgewandelt. (Foto: Thomas Kainz)

Die Stadt St. Pölten investiert rund 5,5 Mio Euro.

ST. PÖLTEN (red). Das KDZ-Zentrum für Verwaltungsforschung hat im Vorjahr mit den MitarbeiterInnen im Seniorenwohnheim Stadtwald mehrere Vorschläge zur Etablierung zukunftsorientierter Betreuungsformen erarbeitet. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 29. Februar 2016 der Variante „Betreubares Wohnen mit Tageszentrum“ den Vorzug gegeben. Das Vorhaben soll rasch umgesetzt werden.

5,5 Millionen Euro für Seniorenwohnheim

Die Immobilien St. Pölten GesmbH & Co KG ist mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die bauliche Umsetzung des neuen Wohntraktes am bestehenden Standort beauftragt. Dabei wird geprüft, ob die Sanierung des bestehenden Wohntraktes im Vergleich zur Neuerrichtung des Wohntraktes wirtschaftlich sinnvoller ist. Die Immobilie für die Tagesbetreuung muss ohnehin neu errichtet werden. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden bis zum Beginn des Sommers vorliegen, danach werden im Gemeinderat die notwendigen Beschlüsse gefasst. Nach erfolgter Ausschreibung wird mit einer Bauzeit von zwei Jahren gerechnet. Der Investitionsbedarf beträgt 5,5 Mio. Euro für 24 neue Wohneinheiten, Schaffung von notwendigen Verwaltungsräumlichkeiten, Erneuerung der Küche und Bau eines Tageszentrums für etwa 30 Personen.

Stadt übernimmt Vorreiterrolle in der Seniorenbetreuung

„So wie bei der Etablierung der ersten Demenzstation in Niederösterreich vor acht Jahren setzten wir nun einen weiteren Meilenstein für eine hochwertige Betreuung der SeniorInnen. Wir schaffen ein Wohnungsangebot für ältere und weitgehend eigenständige Menschen, die gerne an Freizeitaktivitäten teilnehmen möchten. Darüber hinaus gibt es Angebote für beispielsweise Betreuungs- und Verpflegungskomponenten, hauswirtschaftliche Tätigkeiten oder auch medizinische und pflegerische Versorgung, die nach individuellem Bedarf zusätzlich bezogen werden können. Zusätzlich wird es ein teilstationäres Angebot für Personen, die ihre vertraute Umgebung nicht ganz verlassen möchten, geben. Das entlastet pflegende Angehörige tagsüber“, erläutert Bürgermeister Matthias Stadler .
Das Stadtoberhaupt betont weiters: „Die Verknüpfung des betreubaren Wohnens mit einem Tageszentrum stellt eine wertvolle und am Bedarf ausgerichtete Ergänzung des Angebotes dar. Ein Tageszentrum ist eine sinnvolle Spezialisierung unsers Seniorenwohnheimes. Mit der Kombination Tageszentrum, betreubares Wohnen, Pflegebereich einschließlich Demenzstation verfügt das Seniorenwohnheim Stadtwald über ein Alleinstellungsmerkmal in der Stadt und im Bezirk.“


Optimale Betreuung und Synergien

Die Weiterentwicklung und Stärkung des Alleinstellungsmerkmals des Seniorenwohnheims Stadtwald als Anbieter von stationären Betreuungsangeboten mit einem eigenen Wohnteil für betreubares Wohnen ist auch ein wichtiges Anliegen der Pflegeverantwortlichen. Durch die direkte Anbindung des betreubaren Wohnens an das Pflegeheim können die Synergien in der Betreuungskette (Pflege, Küche, Reinigung, ergänzende Angebote usw.) optimal genutzt werden. Weiters kann bei Bedarf ein nahtloser Übergang von betreubarem Wohnen zum Pflegeheim ohne Standortwechsel der BewohnerInnen organisiert werden.
Zudem kann mit dem Zusatzangebot eines Tageszentrums ein wichtiger zusätzlicher Betreuungsbaustein – vor allem für jene Menschen die zu Hause bleiben wollen und eine kompetente Tagesbetreuung suchen – erschlossen werden.
"Das Projekt zum Seniorenheim mit Tagesbetreuung hat sich im Zuge der umfangreichen Haushaltskonsolidierung mit der Stadt entwickelt. Konsolidieren heißt auch Neues und Effizientes zu schaffen. Mit diesem qualitätsvollen und nachhaltigen Angebot für die Senioren, bietet die Stadt St. Pölten nicht nur moderne Betreuung, sondern ist auch strukturell und finanziell für die Zukunft gut gerüstet", so der Wirtschaftsexperte Peter Biwald vom KDZ.
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