24.04.2016, 15:46 Uhr

"Als die Uhren stehen blieben"

Ein simuliertes Erdbeben konnten die St. Veiter Volksschüler in der Fire & Safety School von Cervignano del Friuli erleben

Volksschüler auf den Spuren des verheerenden Erdbebens in Friaul.

ST. VEIT/ITALIEN (pp). Am 6. Mai 1976 um neun Uhr abends erlebte Friaul die schrecklichste Minute des Landes nach dem zweiten Weltkrieg.

Gewaltige Erschütterung
Ein Erdbeben der Stärke 10 ("vernichtend") nach der Mercalliscala, mit dem Epizentrum nördlich von Udine, hatte für die Region Friaulisch-Julisch Venetien vor 40 Jahren fatale Folgen: 989 Tote, 2607 Verletzte und 100.000 Obdachlose als traurige Bilanz der schrecklichen Katastrophe.
Im Rahmen des Projektes "Sichere Volksschule" unternahm der Kärntner Zivilschutzverband mit 19 Schülern der Volksschule St. Veit und ihrem Lehrer Dieter Habernig eine Erdebeben-Fachexkursion in das betroffene Gebiet.
"Im Museum von Venzone wurde uns das furchtbare Ereignis vor Augen geführt. Die Kinder und mich hat beeindruckt, wie Bevölkerung, Behörden, sowie in- und ausländische Hilfsorganisationen mit den Folgen der Katastrophe umgegangen sind", so Habernig. "Die Buben und Mädchen wissen nun wie ein Erdbeben entsteht und wie man es relativ unbeschadet überstehen kann", ergänzt Horst Maier, Zivilschutzbeauftragter der Stadt St. Veit.

Zitat Horst Maier: "Wir vermitteln Schülern im Laufe von vier Jahren alle sicherheitsrelevanten Themen"

Zitat Dieter Habernig: "Die Kinder geben ihr Wissen über Erdbeben und richtiges Verhalten im Ernstfall weiter"

Aus schlimmen Zeiten viel gelernt
Die WOCHE und der ORF-Kärnten begleiteten die St. Veiter Volksschüler in das Erdbeben-Museum in Venzone, in die Zivilschutz-Einsatzzentrale der Region Friaul Julisch-Venetien in Palmanova und in das Erdbeben-Klassenzimmer der Fire & Safety School in Cervignano del Friuli. Ausstrahlung: Samstag, 30. April, 19 Uhr 15 in "Servus, Srečno, Ciao".

Ausstellung zeigt Beben-Geschichte
"Tiere Motus" in Venzone ist eine Dauer-Präsentation der Geschichte des Erdbebens von 1976. Der Blick darauf und auf den Wiederaufbau vermittelt dem Besucher ein reales Bild über das damalige Geschehen.
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