19.05.2016, 09:00 Uhr

Die Deponie K20 in Brückl wird baulich gesichert

Donau Chemie Brückl: Die Sicherung der Deponie soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein (Foto: KK)

Die Sicherung der Deponie soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Künftige Räumung einer der gefährlichsten Altlasten Österreichs wird gefordert.

BRÜCKL. Letzten Mittwoch fand ein Treffen von Vertretern der Kärntner Landesregierung, Donau Chemie AG, des Umweltbundesamtes, der Kommunalkredit Public Consulting und Experten statt, um eine gemeinsame Lösung für eine rasche Sicherung und Möglichkeiten für eine zukünftige Räumung der Kalkdeponie K20 in Brückl zu finden.

Vergabeverfahren gescheitert

Das von der Donau Chemie initiierte europaweite Vergabeverfahren hat zu keinem akzeptablen Ergebnis geführt. Daher musste das Vergabeverfahren widerrufen werden. Eine Projektsicherheit in rechtlicher, technischer, terminlicher und ökonomischer Hinsicht war nicht gegeben.

Bauliche Sicherung kommt

Die vom Land Kärnten geforderte bauliche Sicherung wurde am Runden Tisch besprochen und von der Donau Chemie AG, dem Umweltbundesamt und der KPC einvernehmlich akzeptiert. Damit soll ein rascher und nachhaltiger Emissionsstopp auf der Deponie gewährleistet werden. Eine spätere Räumung der Altlast-Deponie ist nicht ausgeschlossen: „Die rasche Sicherung ist in der momentanen Situation das beste und unmittelbar wirksamste Mittel, um Emissionen der Kalkdeponie in Luft und Wasser zu verhindern. Die Zuständigen sind aber zukünftig weiterhin gefordert, eine Räumung der Deponie anzustreben“, so Umweltlandesrat Rolf Holub.


„Gläserne Deponie“

Durch die Sicherung wird die Luft im Raum Brückl bis Ende 2016 und das Wasser bis Ende 2017 schadstofffrei sein. Die Wasser und Abluftwerte werden sowohl vom Land Kärnten als auch von der Donau Chemie AG kontinuierlich überprüft und die entsprechenden Werte für Jedermann im Internet abrufbar sein. „Der Schutz der Gesundheit der Menschen im Görtschitztal sowie der Schutz von Umwelt und Natur haben für mich höchsten Stellenwert. Ich erwarte von allen Verantwortlichen und Beteiligten unmissverständlich, diesen Schutz sicher zu stellen. Sollte es durch technische Weiterentwicklungen in Zukunft die Möglichkeit einer nachhaltigen Sanierung, sprich einer Verwertung des kontaminierten Blaukalks geben, so ist alles zu tun, um eine derartige Möglichkeit zu nutzen“, sagt LH Peter Kaiser.


"Einzig verbleibende Alternative"

„Diese technische Vorgangsweise ist absolut sicher für die Bevölkerung und die Umwelt und ist bei öffentlichen und privaten Deponien in Österreich und im Ausland seit über 20 Jahren Stand der Technik. Aus ökologischer Sicht ist die Sicherung der Deponie derzeit die einzig verbleibende Alternative. Weite Transportwege, unter Umständen ins benachbarte Ausland, unterbleiben. Die ständige Emissionsbelastung bei der Verladung und beim Transport fällt vollkommen weg. Tausende LKW-Transporte werden eingespart“, erklärt der Vorstandsdirektor der Donau Chemie Franz Geiger.


Weitere Detailinformationen betreffend die Altlast K20, die geplanten Sicherungsmaßnahmen und den zeitlichen Ablauf sind unter www.donau-chemie-group.com/k20 abrufbar.


Die Sicherung der Altlast-Deponie K-20 wird jetzt vorgeschrieben
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