20.07.2016, 09:00 Uhr

Die Eierschwammerl locken in den Wald

Die Saison der Eierschwammerl hat wieder begonnen. Pro Person dürfen zwei Kilo gepflückt werden. (Foto: Rosel Eckstein/pixelio.de)

Der Sommer ist da und Sommerzeit ist auch für viele Waldliebhaber die Zeit der Eierschwammerl.

ST. VEIT (vg). Im Sommer beginnt für viele wieder die Zeit der Pilze. Besonders beliebt bei uns ist der echte Pfifferling, auch bekannt als Eierschwammerl.
"Die Pilzsaison ist von 15. Juni bis 30. September von 7 bis 18 Uhr", erklärt Reinhold Grayer, Bezirksleiter der Bergwacht . "Auch darf man nur zwei Kilo mit sich führen, wenn jemand mehr Schwammerl geklaubt hat, kommt es zu rechtlichen Folgen". Die Bergwacht ist außerdem immer unterwegs und darf Personen kontrollieren.

Sicherheit beim Pflücken

Im Wald kann es immer wieder zu Unfällen kommen. "Sicherheit geht natürlich vor. Es ist eher selten, dass jemand stürzt, aber meist haben die Leute keine Orientierung im Wald und finden nicht mehr hinaus. Man sollte zuerst das Gelände erkunden. Auch wären gutes Schuhwerk und ein Regenschutz von Vorteil", erklärt Grayer.
"Optimal wäre es, wenn man Familie oder Bekannte informiert, dass man in den Wald geht. Falls man stürzt und zu einer gewissen Zeit nicht zu Hause ist, kann Hilfe alarmiert werden", rät Grayer.

Verwechslungsgefahr

Der Verwandte des Eierschwammerls ist der falsche Pfifferling. Für einen "Nichtpilzkenner" besteht eine Verwechslungsgefahr. Sollte man mal daneben greifen, ist das kein Grund zur Panik. Es kommt zu keinen Komplikationen, denn der falsche Pfifferling ist nicht giftig, er schmeckt nur bitter.

Putzen im Wald

Grayer empfiehlt jedem das Putzen im Wald. "Es ist auch wichtig, dass der Pflücker den Pilz beim oberirdischen Teil, dem Fruchtkörper, abschneidet und nicht die Wurzel herausreißt. Die unterirdischen Teile, sogenannte Myzel, sollen erhalten bleiben, dass der Pilz sich neu regulieren kann und in der nächsten Saison wieder wächst."
Wer sich aber denkt, dass er zu Hause selber Pilze züchten kann, der irrt. "Der Pilz kann nicht in einem normalen Garten wachsen. Es fehlen die Nährstoffe und die Bodenkultur des Waldes, die der Pilz zum Wachsen braucht", so der erfahrene Bergwächter.
Mit Kleinkindern Pilze zu sammeln erweist sich als schwierig: Kinder wollen alles kennenlernen und ertasten.
Sollte ein Kind ein giftiges Schwammerl angreifen und dann die Hände in den Mund nehmen, könnte es unangenehme Folgen haben.
"Man kann Kinder aus den Augen verlieren, es besteht die Gefahr, dass sie sich im Wald verirren oder auf ein wildes Tier treffen wie zum Beispiel Wildschweine oder Füchse", weiß Grayer.

Hohe Strafen

Den größten Pilz-Fund, den der St. Veiter Bezirksleiter gemacht hat, waren ca. 30 Kilogramm Schwammerl. Kommt es zu einem Fund, werden die Schwammerl beschlagnahmt und die Personalien aufgenommen.
Es folgt eine Anzeige, daraufhin kann man eine Strafe von bis zu 700 Euro erhalten. Die beschlagnahmten Eierschwammerl werden an Altenheime oder soziale Initiativen gespendet.

Rezept von Sonnhof

Die WOCHE bekam ein Rezept von der Betreiberin des Sonnhofs Iris Rainer. Das Rezept ist von Eierschwammerl auf Tagliatelle.

Zutaten
120 g Tagliatelle
800 g Eierschwammerl
50 g Butter
100 g Zwiebel
150 ml Sauerrahm
200 ml Sahne
1 Esslöffel Mehl, 1 Esslöffel
Petersilie/Schnittlauch
1 Prise Pfeffer (weiß),
1 Prise Salz

Zubereitung
Die Eierschwammerl und die Zwiebel kleinschneiden. Daraufhin die Zwiebel mit der Butter anschwitzen, danach die Eierschwammerl dazugeben. Das Ganze zehn Minuten köcheln lassen. Sauerrahm dazugeben und einmal aufkochen lassen. Das Mehl mit der Sahne verrühren und dazugeben. Verfeinern Sie Ihr Gericht mit Petersilie oder Schnittlauch und würzen Sie es mit weißem Pfeffer
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