06.09.2016, 15:00 Uhr

Die Kürbisse haben jetzt Saison!

Klaus Schulze Zumloh erntet seine Bio-Kürbisse

Die Kürbisernte ist bereits in vollem Gange. In der Küche ist das Gemüse ex-trem vielfältig.

ST. VEIT (stp). Ob groß oder klein, dick oder dünn, rund oder in verschiedenen anderen Formen: Der Kürbis hat wieder Saison. Das aus den USA stammende Gemüse wird auch in Kärnten zu Beginn der Herbstzeit geerntet.

Hunderte Sorten

Klaus Schulze Zumloh von der Bio-Baumschule am Eschenhof in St. Veit baut ausschließlich Hokkaido-Kürbisse an. "Diese werden maximal zwei Kilo schwer und sind gut zum Verarbeiten – vor allem für kleinere Haushalte", erklärt der Gärtner. Dass man den Hokkaido vor dem Zubereiten nicht schälen muss, ist für diese Sorte ein weiterer Pluspunkt.

Neben dem Hokkaido werden hierzulande hauptsächlich noch der Butternut und der Ölkürbis angebaut. "Insgesamt gibt es aber sicher über 100 Sorten", so Zumloh, der seine Kürbisse auf ca. 2.000 Quadratmetern anbaut. Obwohl die Ernte durch zwei starke Hagelschauer nicht allzu groß ist, hat er noch genügend zum Verkaufen bzw. selbst Verarbeiten.

Fünf Kürbis-Tipps

Kürbisse sind reich an Vitaminen, Kalium und Beta-Karotin.
1. Frisch geerntete Kürbisse halten im normal warmen Haushalt bis April nächsten Jahres.
2. Den Hokkaido-Kürbis muss man vor dem Verarbeiten nicht schälen.
3. Kürbisse sollten nicht gekreuzt werden, da sie sonst bitter werden.
4. Beim Eigenanbau zu Hause sollte man sie erst nach den Eisheiligen im Mai draußen ansetzen. Bis die Samen keimen, kann man sie drinnen in Joghurttöpfen ansetzen.
5. Die frisch geernteten Kürbisse nie am Stiel tragen, da dieser sonst abbricht und der Kürbis an Haltbarkeit verliert.

Richtige Lagerung

Nach dem Ernten Anfang September sind die Kürbisse laut Experte in reifem Zustand bis April haltbar. Vorausgesetzt man lagert sie richtig, merkt Zumloh an: "Im normalen, warmen Haushalt halten sie am längsten – also nicht zu kühl oder zu feucht aufbewahren." In der Verarbeitung ist der Kürbis ein wahrer Alleskönner. Ob als Suppe, angebraten mit Knoblauch, Brot oder gar Süßspeise – der Kürbis schmeckt in vielen Variationen.

Selbst anbauen

Will man seine eigenen Kürbisse anbauen, sollte man ebenfalls einige Tipps vom Profi beachten. "Man sollte die Kürbisse nicht zu häufig selbst weiterziehen oder kreuzen, da sie sonst schnell bitter werden können. Dann sind sie nicht mehr genießbar", weiß Zumloh. Anpflanzen kann man die Samen bereits im April in Joghurttöpfen, bis sie zu keimen beginnen. Nach den Eisheiligen im Mai können die Pflanzen dann nach draußen gesetzt werden.
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Alfons Lepej aus St. Veit | 06.09.2016 | 19:01   Melden
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