08.06.2016, 07:00 Uhr

Parkrock findet nicht statt! St. Veiter Bands sind verärgert

Die große Bühne im St. Veiter Grabengarten bleibt den heimischen Bands heuer verwehrt. Der Unmut unter den Musikern ist groß (Foto: Hölbling)

Das Parkrock Festival im Grabengarten findet heuer nicht statt. Unter den Bands herrscht Unmut. Die Stadt veranstaltet stattdessen ein Bierfest "für die Jugend".

ST. VEIT (stp). Die St. Veiter Bands müssen heuer auf ihren Auftritt vor heimischem Publikum verzichten. Denn das Parkrock-Festival im Grabengarten findet heuer nicht statt. "Wir wissen, dass das Event in den letzten Jahren sehr erfolgreich war. Allerdings sind die Kosten (Anm.: 35.000 Euro) einfach zu hoch, dass wir das Event jedes Jahr veranstalten. Parkrock wird es aber mit Sicherheit wieder geben", meint Andreas Reisenbauer, Pressesprecher der Stadt St. Veit.

Bierfest statt Parkrock in St. Veit

Am 23./24. Juli soll es heuer – ebenfalls im Grabengarten – ein Bierfest in Kooperation mit der Hirter Brauerei geben. Damit soll ebenfalls das junge St. Veiter Publikum angesprochen werden. "Vor allem der Samstag steht im Zeichen der Jugend. Man kann sich auf eine Überraschungsband freuen, die mit Sicherheit das junge Publikum ansprechen wird", hält Reisenbauer den Namen der Gruppe noch zurück.

„Das Event jährlich zu veranstalten wären für die Stadt einfach zu hohe Kosten.“
-Andreas Reisenbauer, Pressesprecher Stadt St. Veit

Ärger bei den Musikern

Dennoch herrscht unter den St. Veiter Bands Unmut. "Wir sind schwer enttäuscht von der Stadt", meint etwa Lukas Hasenbichler von der Post-Grunge-Gruppe Puresify aus St. Veit. In erster Linie geht es ihm jedoch nicht um den eigenen Auftritt.

Dass die jungen Nachwuchsbands aus St. Veit keine Möglichkeit mehr bekommen, sich zu präsentieren, sieht er als Hauptproblem: "Wir von Puresify sind alle über 30, haben Kinder und werden auch nicht mehr berühmt werden. Es geht um die Nachwuchsbands." Auch zu den damit verbundenen Kosten hat Hasenbichler eine eigene Meinung: "Man könnte das sicher günstiger organisieren, wenn man ein bisschen mit den Bands zusammenarbeiten würde."

„Wir sind schwer enttäuscht von der Stadt. Vor allem für die vielen guten Nachwuchsbands ist es schade.“
-Lukas Hasenbichler, Puresify

Verständnis von den "Black Drums"

Andy Knafl von der Band "The Black Drums" sieht die Angelegenheit mit gemischten Gefühlen: "Natürlich hat man auch Verständnis für den Veranstalter. Wenn man das Event nicht ganz abschafft, sondern alle zwei Jahre wiederholt, ist das immer noch spitze." Bei den Living Targets wusste man noch gar nicht Bescheid und zeigte sich geschockt: "Unverständlich. Das hat jedem immer gut gefallen, wir hatten mindestens 500 Zuseher", meint Dietmar Galli.

Living Targets: "Hätten auch gratis gespielt"

Auch die hohen Kosten sind für ihn kein Grund, das Event auszulassen: "Viele Bands bekommen ja eine Gage, Eintritt gibt es auch keinen. Wir sind österreichweit unterwegs, da hätten wir in St. Veit auch gratis gespielt – und bei 1-2 Euro Eintritt wären immer noch genug Leute gekommen."

Das traditionelle Open Air Konzert des MMC St. Veit findet hingegen wie gewohnt statt. Die jungen Musiker haben ihren Auftritt am Montag, 25. Juli, ab 19 Uhr.


Zur Sache

Das Parkrock-Festival bot in den letzten zwei Jahren den heimischen Bands eine Plattform, sich zu präsentieren.

Bis zu 500 Zuseher waren in etwa bei den Events dabei. Für die Stadt St. Veit fielen jährlich 35.000 Euro an Kosten an.

Heuer findet im Grabengarten am 23./24. Juli ein Bierfest statt. Das MMC-Open-Air folgt am Montag, 25. Juli.

Zum Thema

Der Überraschungs-Act beim Biergartenfest heißt Matakustix: http://www.meinbezirk.at/st-veit/lokales/st-veit-matakustix-kommt-in-den-grabengarten-d1782082.html
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