09.03.2016, 16:00 Uhr

Klaus Mitterdorfer: "St. Veit müsste ein Fußballzentrum sein"

Klaus MItterdorfer spricht im Vorfeld der Wahl zum KFV-Präsidenten im WOCHE-Interview.

TREIBACH. Am Freitag entscheidet sich, wer Kärntnens neuer Fußball-Verbandspräsident wird. Zur Wahl stellt sich auch Klaus Mitterdorfer, der seine fußballerischen Wurzeln beim SK Treibach hat. Der Kandidat im WOCHE-Interview:

WOCHE: Wie sehen Sie die Nachwuchssituation im Bezirk St. Veit?
MITTERDORFER: Vor allem den SK Treibach und den FC Alpe Adria sehe ich mit ihrer Jugendarbeit ganz vorne. Auch bei den kleineren Vereinen wie im Gurk- oder im Görtschitztal tut sich etwas.

Wo müsste man bei den "kleineren" Vereinen noch ansetzen?
Es gibt im Nachwuchs oft Spielgemeinschaften. Da darf man die bestehenden Vereinsrivalitäten auch nicht so eng sehen. Es macht durchaus Sinn, dass die Vereine im Nachwuchs zusammenarbeiten.

Warum gibt es nicht mehr junge Fußballer, die den Sprung in die Bundesliga schaffen wie Michael Sollbauer oder Michael Novak?
Da müssen wir uns die Frage stellen, ob in den LAZs richtig trainiert wird. Dort geht es für die jungen Talente ja darum, wie man sich weiterentwickelt und ob man den Sprung zu einem größeren Verein schafft. Es gibt zwei Bereiche, die dabei entscheidend sind: Einerseits braucht es engagierte Trainer bei den Vereinen, andererseits müssen die Trainingsinhalte überdacht werden.

Wie viel Kommunikation ist zwischen LAZ und den Vereinen nötig?
Sehr viel. Das ist auch etwas, wo ich sofort einhaken würde. Die jungen Fußballer trainieren ja abwechselnd im LAZ und im Verein – da müssen auch die Trainingsinhalte abgestimmt werden. Natürlich hängt auch hier wieder viel von den handelnden Personen ab: Engagierte Trainer, die einen fordern, sind in der Ausbildung enorm wichtig.

Wie hat sich der Fußball im Bezirk in den letzten Jahren verändert?
Natürlich geht es auch immer um die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die ein Verein hat. Allein von der Infrastruktur her müsste St. Veit das Zentrum des Fußballs im Bezirk sein. Die Lage ist keinesfalls schlecht. Es ist aber definitiv noch Luft nach oben da.
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