08.07.2016, 12:01 Uhr

Ein Kärntner brennt für erneuerbare Energien

Ein Kärntner Missionar für neue Energien: Rudi Rattenberger mit Gerd Leitner beim Business Lunch in Guttaring (Foto: Pugganig)

Seit 25 Jahren überzeugt Rudi Rattenberger Menschen von erneuerbarer Energie. Sein Netzwerk wächst in ganz Österreich.

KÄRNTEN. Rudi Rattenberger hat seit vielen Jahren eine enge Verbindung zur Familie Moser in Guttaring. "Ich bewundere das Engagement der Familie", schwärmt er von seinem "Lieblingslokal". Da wundert es wenig, das der Business Lunch des "Holz die Sonne"-Unternehmers in der Laube das Gasthofes Moser stattfindet.
Sein Leben ist auch von unermüdlichem Engagement geprägt. Seit einem Vierteljahrhundert kämpft er für den Einsatz von Erneuerbarer Energie. "Wir haben nun 90 ,Holz die Sonne'-Installateure in Österreich", berichtet Rattenberger. "Eine Vision muss von mehreren getragen werden."

"Einzelne überzeugen"

Der Mittelkärntner kann sich auf Mitstreiter verlassen – sowohl in seinem bis zu 60-köpfigen Team, als auch auf die Kooperationspartner in ganz Österreich. "Wir müssen jeden Einzelnen von Erneuerbaren Energien überzeugen", weiß er aus Erfahrung. "Und ich kann ja nicht mit jedem persönlich sprechen."
Der Grund für seinen Einsatz liegt auf der Hand. "Wir müssen uns überlegen, wie wir in 20 Jahren leben wollen", so Rattenberger. "Wir werden Kärnten in dieser schönen Form nur erhalten, wenn wir neue Wege gehen."

Genossenschaft gegründet

Rattenberger selbst beschreitet diese seit Gründung seine Unternehmens. Sein "jüngstes Kind": die HSH-Öko-Invest-Genossenschaft in der Weststeiermark. "Durch den Bau einer Photovoltaik-Anlage haben wir ein altes Heizwerk entschuldet", freut er sich über den Erfolg. Und ganz besonders auch über seine Mitstreiter. "Wir haben zwei Millionen Euro an Eigenkapital aufgestellt", erzählt Rattenberger. Über 100 Genossenschafter bringen sich ein. "Das zeigt: Wenn Leute zusammenhalten, kann man etwas bewegen." Zwei weitere Heizwerke sind bereits in Planung.
Auch bei privaten Haushalten legt sich Rattenberger und seine Kooperationspartner ins Zeug. Der Grund: "Die Branche liegt im Krankenbett", kritisiert er die "Renaissance der alten Energien". "Kunden würden ja Erneuerbare Energien einsetzen wollen", weiß er aus Gesprächen, "aber Öl zum Beispiel ist derzeit so billig."
Deshalb werkt Rattenberger an immer neuen Lösung. Aktuell ist ein Prototyp kurz vor der Fertigstellung: die Naturkraftheizung. "Mit ihr kann man mit der Natur völlig unabhängig heizen", wirbt er für die Anlage. "Das ist auch auf Leasing möglich." Die erste Anlage soll demnächst installiert werden.

Netzwerk ausbauen

Am Ziel ist Rattenberger auch mit seinem Netzwerk an Installateuren noch nicht. "An die 140 HSH-Standorte sind in Österreich möglich", nimmt er sich vor. Gerade im Burgenland und in Oberösterreich sieht er noch großes Potenzial für seine Idee. "Wir können das in zwei Jahren erreichen, wenn wir fleißig sind und die Mitarbeiter mitmachen", so der Unternehmer ehrgeizig.
Dass es Installateure gibt, die er überzeugen kann bezweifelt Rattenberger nicht. "Es gibt viele in Österreich, die ein ehrliches Bewusstsein für Kooperation haben", weiß er aus Erfahrung.

Die lange Tradition in der Norischen Region

Vor mehr als 100 Jahren startete des Gasthof Moser in Guttaring als Braugasthof. Heute ist das Haus über die Grenzen der Norischen Region bekannt. Die Wirtsleute, Marlies und Friedrich Moser, legen großen Wert auf die Qualität der Produkte. Auf die Teller kommt, was gerade in der Umgebung wächst und reif ist.
Deshalb gibt es Schwerpunkte auf der Karte: von Spargelwochen über Gansl- oder Schlachtschmaus bis hin zu Pilzen aus der Region.
Für die moderne Note sorgt der Junior des Hauses. Peter Moser arbeitet in der Küche bereits tatkräftig mit und denkt sich den Burger des Monats aus. Bei großen Festen können bis zu 200 Gäste die Küche und Getränke genießen.

Zur Sache - Menü

Der Gasthof Moser ist ein Traditionshaus in Guttaring.

Marlies und Friedrich Moser leiten das Restaurant gemeinsam. Der Sohn Peter arbeitet bereits tatkräftig in der Küche mit.

Beim Business Lunch gab es:
Burger vom Wagyu-Angus-Rind mit Dijonsenf-Scharlotten-Sauce, Camembert, Junglauch und Champignons. Dazu: Sauce Tartare.

Frischer Vogerl-Kartoffelsalat
mit hausgemachten Topfenreinkalan.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.