05.07.2016, 17:29 Uhr

Weihwasser ist ein Segenszeichen

Nicht nur zum Waschen und als Getränk wird Wasser verwendet.

Eine besondere Bedeutung hat Wasser in der Katholischen Kirche. "Durch Segensworte eines Priesters wird gewöhnliches Wasser zu geweihtem Wasser", erzählt Pastoralassistentin Eva Schwarz-Dellemeschnig, "dieses Weihwasser steht als Zeichen für Leben, Reinigung und Rettung." Menschen, die sich mit Weihwasser bekreuzigen, erinnern sich, laut Schwarz-Dellemeschnig, an die eigene Taufe. In der Osternacht wird das Taufwasser für die Osterzeit gesegnet, unter dem Jahr wird laufend neues Wasser gesegnet und von manchen Gläubigen auch immer wieder mit nach Hause genommen.


Überlieferte Verwendung

"In manchen Familien ist es üblich, dass die Eltern den Kindern mit Weihwasser ein Kreuz auf die Stirn machen, wenn sie verreisen. Sie werden dadurch quasi in Gottes Liebe hineingestellt", so die Pastoralassistentin. Auch eine Vermischung mit heidnischen Bräuchen wird mancherorts praktiziert. So wird auf einigen Bauernhöfen zum Beispiel bei nahenden Gewittern rund um den Hof mit Weihwasser besprengt um Schäden von Hab und Gut abzuwehren. Besondere Bedeutung haben dabei "spezielle Weihwässer" aus Wallfahrtsorten wie Lourdes.


Priester segnen mit Wasser

Wer war nicht schon einmal bei einer Segnung dabei? Ob das neue Feuerwehrauto, ein erst fertiggestellter Wohnbau oder die traditionelle Speisensegnung zu Ostern. Jedesmal wird mit Weihwasser das "Objekt" unter den Segen Gottes gestellt.

Haltbarkeit und Hygiene

"Um das Wasser länger haltbar zu machen, wird in den Weihwasserbecken Salz zugesetzt", erklärt Schwarz-Dellemeschnig. Auf die Frage, wie hygienisch der Griff in den Weihwasserbehälter ist, entgegnet sie: "Mehr Keime gibt es sicher auf Haltegriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Münzen."
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