08.04.2016, 12:02 Uhr

Verleihung des austrian brick and roof award: Unter den Siegerprojekten auch „Gartenhaus“ von Hertl Architekten

(Foto: VÖZ, Norbert Prommer)

Preisverleihung im Rahmen des Wienerberger Architektur-Symposiums „Werkstoff Ziegel. Architektur im Wandel.“

STEYR. Der Ziegel als Baustoff hat viele – weithin bekannte – Vorteile. Er steht für Tradition und Erfahrung ebenso wie für Innovation und Fortschritt. Und er ist heute für morgen in der Lage, alle architektonischen, bautechnischen, ökologischen und ökonomischen Anforderungen an einen zukunftsorientierten Baustoff zu erfüllen.

„Unser austrian brick and roof award für attraktive, spannende und vielseitige Ziegel-Architektur in Österreich wird alle zwei Jahre ausgelobt. Wobei wir den Award nun zum fünften Mal vergeben haben“, so DI Norbert Prommer, Österreich-Geschäftsführer des VÖZ.

„Zusätzlich zu den fünf Preisträgern des Awards, die wir gekürt haben, wurden auch vier Anerkennungspreise verliehen. Alle neun prämierten Projekte werden Österreich beim internationalen Brick Award 2016 vertreten“, erläutert
DI Gerhard Koch, VÖZ-Geschäftsführer für die europäischen und internationalen Agenden des Verbandes.
Zur Einreichung aufgerufen waren Bauherren/Bauträger, Architekten/Planer und Baumeister/Bauausführende, wobei nicht nur Neubauten am Wettbewerb teilnehmen konnten: „Wir haben jede Art von Bauwerk zugelassen – vor allem auch Zubauten und architektonisch interessante Sanierungen. Eine wesentliche Voraussetzung war es jedoch, dass es sich um neuere Projekte handelte, die im Jahr 2012 oder später fertig gestellt wurden“, so Franz Kolnerberger, Vorstand von Tondach Gleinstätten und Vizepräsident des VÖZ.


Hertl Architekten ausgezeichnet

Ein Haus, eine Skulptur und ein wenig Ruine – all das ist dieses Objekt „Gartenhaus“ direkt am Ufer der Enns.

Das außergewöhnliche Gebäude entstand aus einem alten Bauernhaus – schon lange leer, stark verfallen und von der Natur teilweise überwuchert – ehe es von Architekt Gernot Hertl wieder zum Leben erweckt wurde.

Ein jahrhundertealter Gewölbekeller, unverändert erhalten; das alte Mauerwerk sorgfältig vom schadhaften Verputz befreit und so sichtbar gemacht; die Außenmauern durch einen zwei Meter hohen Betonkranz gesichert und fixiert; in dieser „Hülle“ ein neuer, höherer Baukörper aus rohem Beton ohne Dämmung, da das Haus nur im Sommer genutzt wird; zur Enns hin ein Erker, der in den Fluss hinausragt; der intime Innenhof – lediglich durch eine raumhohe Verglasung vom Hausinneren abgetrennt; nur spärliche Fenster, präzise auf bestimmte Sichtbeziehungen hin angeordnet; unten ein großer Raum mit Küchenzeile, der auch für Workshops und Veranstaltungen genützt wird; oben Schlafzimmer, Gästezimmer und Sanitärräume...

Alles in allem ein einzigartiges Gebilde mit fließenden Grenzen zwischen Alt und Neu, Innen und Außen, Gebäude und Landschaft – Lebensraum mit unterschiedlichen Atmosphären.
Alle Infos auf www.hertl-architekten.com
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