03.10.2016, 14:49 Uhr

15. Steyrer Literaturherbst

Wann? 14.10.2016 19:30 Uhr

Wo? Stadtbücherei Marlen Haushofer, Bahnhofstraße 4, 4400 Steyr AT
Marlen Schachinger und Christian Schacherreiter sind zu Gast beim 15. Steyrer Literaturherbst und lesen aus ihren Büchern. (Foto: Christian Schacherreiter)
Steyr: Stadtbücherei Marlen Haushofer |

Stadtbücherei lädt zu geselligem Abend mit Lesungen, Musik und Wein

STEYR. Am Freitag, 14. Oktober, geht ab 19.30 Uhr in der Stadtbücherei der 15. Steyrer Literaturherbst über die Bühne. Die Autoren Marlen Schachinger und Christian Schacherreiter werden an diesem Abend aus ihren Werken lesen. Das Duo „tonweise“ sorgt mit Akkordeon und Saxophon für die musikalische Gestaltung des literarischen Abends. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro, Schüler zahlen 3 Euro. Weitere Infos erhält man in der Stadtbücherei, Bahnhofstraße 4a, Tel. 48423, E-Mail: buecherei@steyr.gv.at

Marlen Schachinger, 1970 in Oberösterreich geboren, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Deutsche Philologie, Französisch und Ästhetik in Wien sowie in Paris. Ihre Werke wurden mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet. Schachinger lehrt seit 1999 Literarisches Schreiben, ist seit 2011 Künstlerische Leiterin des „Instituts für Narrative Kunst Niederösterreich“, zudem lehrt sie an der Uni Wien „Literarisches Schreiben“.

Beim Literaturherbst in der Stadtbücherei stellt sie folgende Bücher vor:
„Martiniloben“: Mona zieht in ein Dorf an der Landesgrenze, wo sie sich Ruhe und ein solidarisches Miteinander erhofft. Fortan pendelt sie zwischen beiden Lebenswelten und stellt fest, dass diese sich im Innersten ähneln. Das Dorf entpuppt sich als ebensolche Hölle wie die Stadt – nur mit einer anderen Dynamik. Die ehrgeizige Doktorin der Philosophie, die an der Uni um ihre Professorenstelle kämpft und in ihrem Dorf um die politische Moral, muss lernen, dass ihr Engagement hüben wie drüben Ablehnung hervorruft. Als Mona sich für die im Dorf untergebrachten Flüchtlinge einsetzt, erfährt sie Missgunst und Ausgrenzung am eigenen Leib. Durch Gerüchte genährt und Hetze geschürt, kippt die Stimmung im Dorf in Übergriffigkeit. Zum Martiniloben, dem Fest des Jahres, dem großen ländlichen Sauf- und Fressgelage, eskaliert die Situation.
In ihrem neuen Werk „Unzeit“ legt Marlen Schachinger Erzählungen vor, die von dichter Bilderflut und auffallender Genauigkeit der Sprache durchdrungen sind. Anhand verschiedener Einzelfiguren greift die Autorin wesentliche Themen des 20. und 21. Jahrhunderts auf: Politische Systeme, begrenztes – grenzenloses Europa, Kapitalismus, Neoliberalismus, Sozialismus, die menschliche Gier, der gewollte Rückzug in künstliche Idyllen.


Christian Schacherreiter, geboren 1954 in Linz, studierte Germanistik und Geschichte in Salzburg. In den 70er- und 80er-Jahren war er gemeinsam mit dem Musiker Gerald Fratt als Kabarettist erfolgreich. Der Autor ist Mitglied des Adalbert-Stifter-Instituts sowie des Neuen Forums Literatur, war von 1978 an als AHS-Lehrer tätig und ist seit 2002 Direktor des Peuerbach-Gymnasiums Linz. Schacherreiter ist als Kolumnist, Bildungsexperte und Literaturkritiker auch freier Mitarbeiter der Oö. Nachrichten. Es gibt von ihm zahlreiche Veröffentlichungen, vor allem zu Literatur, Sprache und ihrer Didaktik.

Bei seinem Besuch in Steyr liest er aus dem Buch „Wo die Fahrt zu Ende geht“. Eine eindrucksvolle Geschichte des Erwachsenwerdens im Zeitgeist der 70er-Jahre zwischen Hoffnung, Illusion und Ernüchterung. Dora und Hannes lernen einander kennen, als sie noch an die Utopie der klassenlosen Gesellschaft glauben. Im studentischen Umfeld der 70er-Jahre bahnt sich eine verquere Liebesbeziehung mit Komplikationen an. Die unerwartete Wiederbegegnung nach mehr als dreißig Jahren schwemmt viele Erinnerungen an die Oberfläche, und beide sehen sich mit den ramponierten Idealen ihrer Vergangenheit konfrontiert. Einem sanften Aufglühen ihrer gemeinsamen Geschichte im „Nachsommer der Revolution“ stehen abermals Hindernisse, Verwirrungen und offene Fragen über bislang unbekannte Bedürfnisse entgegen. Sie stören jene Lebensruhe, die Hannes mittlerweile so sehr schätzt. Auf pointierte, unterhaltsame Weise erzählt Christian Schacherreiter Lebensgeschichten, die geprägt sind von der Suche nach Sinnstiftung und Zugehörigkeit.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.