16.08.2016, 10:10 Uhr

„Es wird sicher kein Zuckerschlecken“

Das Abenteuer „Sardinien“ kann beginnen: Kanu Tom mit Lebensgefährtin Lydia Nassall und Tochter Ronja. (Foto: Privat)

Zwei Monate paddelt „Kanu Tom“ alias Thomas Maier mit seiner Familie rund um Sardinien.

WOLFERN. Erholsamer Urlaub auf einer der schönsten Inseln des Mittelmeers: Nicht ganz, denn binnen dieser zwei Monate möchte die Abenteurerfamilie im Kanu die Insel umrundet haben. Das selbstgebaute Trikanu parkt beim Segelclub Forelle Steyr. Alles, was sie auf dieser Reise braucht, muss im Kanu Platz finden. Ausgestattet ist das 5,1 Meter lange Gefährt mit Motor und zwei Segeln. „Ob wir paddeln oder nicht, hängt von Wind und Wellen ab“, erklärt der Kanuguide. Dass das mit dem Segeln noch spannend werden könnte, stört den Wolferner aber nicht: „Ich verfüge über viel theoretisches Wissen, bin am Stausee in Staning hin und her gekreuzt. Allerdings blieb bisher wenig Zeit, um mit dem Trikanu zu üben.“ Zwei Monate wird Maier mit Lebensgefährtin Lydia Nassall und ihrer 3-jährigen Tochter Ronja auf engstem Raum verbringen, geschlafen wird dabei an Land im kürzlich erworbenen Tunnelzelt. Los geht das Abenteuer am 1. September. Läuft alles nach Plan, legt die Fähre der Maiers am 1. November wieder in Richtung Heimat ab. Was sie dann im Gepäck haben wollen: zig Stunden Videomaterial.

„Als Familie schaffen“

„Wir haben schon einmal so etwas geplant, aber dann wurde Lydia schwanger“, so Kanu Tom. Die Folge: Der 38-Jährige stellte sich seiner bisher größten Herausforderung und war 30 Tage lang ganz allein im Seekajak auf der Ostsee unterwegs. „Die Gedanken kreisen fürchterlich. Das war die wohl größte emotionale Reise meines Lebens“, so der Wolferner. Nach der „Sardinien Expedition“, wie Kanu Tom sein aktuelles Vorhaben titelt, soll vor allem ein ehrlicher Dokumentarfilm entstehen. „Ich weiß von der Ostsee her, dass es sicher kein Zuckerschlecken wird“, betont Kanu Tom.
Sollte vor Ort etwas schieflaufen, ist Hilfe in der Nähe. „Einer unserer Sponsoren wird uns vor Ort unterstützen, sollten wir etwas benötigen“, freut sich Maier. Ob es die kleine Familie schafft, die Insel zu umrunden, ist für Kanu Tom zweitrangig: „In erster Linie geht es darum, die Herausforderung als Familie zu schaffen.“ Infos auf kanutom.at sowie auf www.sardinienferienhaus.de
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