02.10.2016, 13:23 Uhr

Feuerwehren übten den Ernstfall

Ein mit 1000 Litern „Harnstoffwasserstoffperoxid“ gefüllter Behälter schlug bei Verladearbeiten leck.

Das war vergangenen Samstag, am Übungsgelände des Technischen Zuges die Annahme der Schadstoffzüge aus den Bezirken SR, SE und KI. Während sich die anderen Züge nach der Alarmierung setzten, begann der Einsatzleiter des Technischen Zugs bereits mit der ersten Lageerkundung. Diese ergab,dass es sich dabei um einen Behälter mit der UN Nummer 1511 handelte. Harnstoffwasserstoffperoxiid ist ein sehr gefährlicher brandfördernder ätzender Stoff.

Umgehend wurde der Gefahrenbereich eingegrenzt und umfassende Absperrmaßnahmen getroffen, so wie eine Einsatzleitung eingerichtet.
Hierbei wurde auf Grund der Stoffeigenschaft ein 3 facher Brandschutz sowie ein Sprühnebel aufgebaut.

Parallel wurde ein Atemschutztrupp mit Schutzanzügen der Stufe 3 ausgerüstet und zur nähren Erkundung vor geschickt, welcher in der weiterern Folge begann die austretende Flüssigkeit aufzufangen und das etwa „fingerdicke“ Loch mittels Kunststoffkeil provisorisch abzudichten.

Inzwischen sind nach und nach weitere Kameraden der Feuerwehren Pieslwang, Micheldorf und von GSF Stützpunkt Pettenbach eingetroffen. Nach einer kurzen Lagebesprechung in der Einsatzleitung wurde begonnen, eine Deko Straße aufzubauen und einen weiteren Trupp mit Schutzstufe 3 als Ablöse nach zu schicken.

Nach der Ablöse der beiden Trupps im Gefahrenbereich wurde der erste Trupp in der Dekontaminationsstraße gereinigt, während der zweite Trupp begann die Flüssigkeit umzupumpen. Nachdem dies geschehen war, wurde auch der 2. Trupp und die eingesetzten Gerätschaften dekontaminiert. Somit war das Übungsziel erreicht.

Ziel dieser Übung war es, neben der Zusammenarbeit mit anderen Stützpunkten auch die Übung so realistisch wie möglich zu gestallten, sprich alle Beteiligten Einsatzkräfte kamen von ihren eigenen Feuerwehrhäusern, wie es auch im Ernstfall wäre.

Der Technische Zug der FF-Steyr war mit dieser Übung äußerst zufrieden und bedankt sich bei allen beteiligten Kameraden recht herzlich.
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