20.04.2016, 18:30 Uhr

"Wir geben nicht auf"

(Foto: Privat)

Beschwerde der Gemeinde Wolfern beim Landesverwaltungsgericht wegen Schloss Losenstein abgewiesen.

WOLFERN. Das Landesverwaltungsgericht sieht gegen den Erwerb des Schlosses Losensteinleiten durch Immobilienunternehmer Georg Spiegelfeld keine grundverkehrsrechtlichen Einwände. Die Gemeinde Wolfern beantragte die Aufhebung der Genehmigung unter anderem wegen Eigenbedarf. Spiegelfeld plane dort die Vermietung an die Organisation "SOS Menschenrechte" die wiederum die Unterbringung von Flüchtlingen realisieren will. "Es ging bei dieser Beschwerde nie um die Flüchtlinge, sondern darum, ob die Gemeinde auch Anspruch hat", sagte Wolferns Bürgermeis-ter Karl Mayr. Für eine neue Nutzung des Schlosses gäbe es laut Mayr einige Ideen. "Das Musikheim und die Feuerwehr könnten dort untergebracht werden", so Mayr. Auch eine Kleinkinderbetreuung und ein Gemeinschaftszentrum könne er sich vorstellen. Für Spiegelfeld ist die Sache klar: "Wir werden demnächst rechtmäßiger Besitzer und werden natürlich unser Mietversprechen an ,SOS Menschenrechte’ einhalten". Am 2. Mai gibt es einen weiteren Termin bei Integrations-Landesrat Rudi Anschober. Dort soll das weitere Vorgehen mit allen Beteiligten besprochen werden. "Wir geben nicht auf, solange wir uns noch eine Chance sehen. Wir haben bereits eine Einrichtung, wo die Gemeinde mit vielen freiwilligen Helfern Asylwerber betreut und erfüllen unsere Quote. Mehr geht einfach nicht", so Mayr. Auch die Bevölkerung stehe laut Mayr dem Projekt in Losensteinleiten skeptisch gegenüber. "In dem Ortsteil gibt es keine Infrastruktur. Dort passiert Isolation statt Integration". Eine nachhaltige und sinnvolle Nutzung des Schlosses durch Spiegelfeld würde die Gemeinde aber unterstützen.
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