26.07.2016, 10:58 Uhr

Wohnungsbrand in Steyr fordert 21 Verletzte- es war Brandstiftung

Update : Beschuldigter gesteht Brandstiftung

UPDATE:
Nach umfangreichen Ermittlungen durch das Landeskriminalamt OÖ, Brandgruppe, in Zusammenarbeit mit dem Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Steyr konnte ein 44-Jähriger aus Steyr als Beschuldigter ausgeforscht werden konnte. Der 44-Jährige zeigte sich bei der Einvernahme geständig und wurde nach einem Festnahmeauftrag der Staatsanwaltschaft Steyr in die Justizanstalt Garsten überstellt. Bei dem Brandherd im 6. Stock dürfte der Beschuldigte Benzin als Brandbeschleuniger verwendet haben. Im Keller soll der 44-Jährige Kleidung angezündet haben. Aufgrund seiner Alkoholisierung von rund 2,8 Promille dürfte der Steyrer im Kellerabteil liegen geblieben und durch die entstandenen Rauchgase verletzt worden sein. Der geschätzte Schaden beträgt mehrere 10.000 Euro.



Zu einem Wohnungsbrand kam es am 22.7.2016 gegen 22.40 Uhr im Stadtteil Resthof in Steyr. In einem Haus in der Resthofstrasse brannte es im 6. Stock, als die Einsatzkräfte den Brand im Obergeschoss zu löschen begannen, brach plötzlich auch im Kellergeschoss Feuer aus, der ganze Keller und das Stiegenhaus waren sehr schnell komplett verraucht. Der Brand war von den Kameraden der Löschzüge 3 und 5 rasch unter Kontrolle gebracht. Ein Großaufgebot des Roten Kreuz Steyr versorgte die verletzten Bewohner, auch Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei waren betroffen.
Insgesamt mussten 21 Personen ärztlich versorgt werden, eine Person wurde mit einer lebensgefährlichen Rauchgasvergiftung ins LKH Steyr gebracht.
Über den Tathergang wird derzeit noch gerätselt, es deutet aber sehr viel auf Brandstiftung hin, die Ermittlungen laufen.
Die Rettungsaktion war für die Einsatzkräfte sehr gefährlich. Die ersten eingetroffenen sechs Polizeibeamten begaben sich sofort durch das Stiegenhaus zum Brandherd im sechsten Stock und begannen trotz starker Rauchentwicklung die Hausbewohner zu evakuieren. Wegen des dichten Qualms mussten sich die Polizisten mit den Betroffenen in offenstehende Wohnungen retten, um sich zu schützen. Nachdem die Kameraden der Feuerwehr Steyr den Brand gelöscht hatte, konnten alle Bewohner das Haus verlassen.
Das Rote Kreuz Steyr löste sofort Großalarm aus, es wurden alle Sanitäter und ehrenamtlichen Personen alarmiert. Knapp an die 80 Einsatzkräfte rückten mit allen verfügbaren Rettungsautos aus. Am Samstag waren noch sieben Personen im Spital in Behandlung.
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