18.03.2016, 10:58 Uhr

Manfred Kalchmair als Landesvorsitzender der sozialdemokratischen Gemeindevertreter klar bestätigt

Siernings Bürgermeister Manfred Kalchmair (Foto: SPÖ)

Mit 97,4 Prozent wurde kürzlich Siernings Bürgermeister Manfred Kalchmair als Landes-Vorsitzender des sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbandes (GVV) klar bestätigt. Bürgermeister Gerald Hackl aus Steyr wurde ebenso eindeutig zu einem seiner Stellvertreter gewählt. Weitere sechs SPÖ-Funktionäre aus dem Bezirk gehören diesem Gremium an. Bei der Landeskonferenz des GVV stand die Autonomie der Gemeinden im Mittelpunkt der Diskussion.

BEZIRK. Über die Wichtigkeit der Gemeindeautonomie und Maßnahmen zu deren Sicherung diskutierten die Mitglieder des Oberösterreichischen Gemeindevertreterverbandes am 12. März im Volkshaus Marchtrenk. Nur wer Luft zum Atmen hat, kann sich entfalten und aufblühen.

Die Gemeinden sind der Lebensraum der Menschen. Sie erbringen unentbehrliche Leistungen der Daseinsvorsorge, begleiten die Menschen von der Geburt bis zum Lebensende, sorgen für Investitionen in die lokale Wirtschaft und sind wichtige Arbeitgeber. Die österreichische Bundesverfassung schreibt dafür das Prinzip der Gemeindeautonomie fest. In der politischen Realität der Gemeindepolitik zeigt sich, dass diese Gemeindeautonomie mittlerweile durch unterschiedliche Entwicklungen, wie etwa dem komplexen und undurchsichtigen Finanzausgleich zwischen Land und Gemeinden, stark eingeschränkt ist.

Die finanzielle Knebelung der OÖ. Gemeinden geht auch auf Kosten der Bürger. „Wir hängen durch die fehlende finanzielle Ausstattung an der kurzen Leine und können immer weniger selbständig entscheiden. Das stellt mittelfristig die Gemeindeautonomie in Frage“, erklärt GVV Landesvorsitzender Bgm. Manfred Kalchmair und fügt hinzu: „ Wenn die Gemeinden ihre grundlegenden Aufgaben erfüllen sollen, dann brauchen wir endlich die dafür notwendigen finanziellen Mittel.“

Aus diesem Grund hat die Landeskonferenz des Sozialdemokratischen GemeindevertreterInnenverbandes Oberösterreich beschlossen:
· Für einen aufgabenorientierten Finanzausgleich – Gemeindefinanzen nachhaltig sichern
Die Aufgaben- und Finanzierungsverantwortung der Gebietskörperschaften müssen zusammengeführt werden!
· Transfers zwischen Land und Gemeinden entflechten
Eine Abschaffung der Landesumlage an das Land OÖ und eine Transparente Vergabe der Bedarfszuweisungs-Mittel.
·Autonomie stärken, Erlass-Unwesen schwächen
Eine Rahmenvereinbarung welche Zielsetzungen festlegt, ist unserer Ansicht nach der bessere Weg gegenüber einem detaillierten Erlass der keinerlei Spielräume offen lässt.
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