22.09.2016, 10:22 Uhr

SJ-Steyr „Kampfansage! Menschen statt Profite“

(Foto: Sozialistische Jugend)

Den 19. September nutzte die SJ-Steyr um sich intensiv mit der neuen systemkritischen Kampagne auseinanderzusetzen.

STEYR. „Wer sich mit den momentanen Ereignissen auf der ganzen Welt befasst, erkennt, dass wir vor großen Problemen stehen, die wir nicht als einzelne Staaten lösen können“, so Christoph Weichsler, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Steyr. Für Weichsler hängen die Herausforderungen der heutigen Zeit - steigende Arbeitslosigkeit, extreme Konzentration von Vermögen auf einige Wenige und andauernde militärische Konflikte - in Zusammenhang und lassen sich auf einen gemeinsamen Nenner bringen: „Wir leben in einer Welt, in der Profitinteressen mehr zählen, als die Interessen der Menschen!“ Das rigide Sparen der EU und die damit ins Leben gerufene Austeritätspolitik verschärft die Situation und führt zu weiterer Armut und Arbeitslosigkeit. Mit der Aktion „Stop Austerity“ wird diesem konjunkturlähmenden Sparkurs ebenfalls eine klare Absage erteilt (siehe Foto).

Das Bewusstsein für die drängenden Probleme ist unter jungen Menschen stark ausgeprägt. Doch statt Lösungen dafür zu präsentieren, schiebt die Politik die Schuld allzu oft auf Randgruppen der Gesellschaft. Für den Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend Steyr liegt der Fehler aber im Kapitalismus, dem herrschenden Wirtschaftssystem: „Wir haben mehr als 400.000 Arbeitslose in Österreich, aber nur gut 35 000 offene Stellen. 62 Menschen besitzen so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Menschheit und während Krieg und Not über 60 Millionen Menschen in die Flucht treibt, scheffelt die Waffenindustrie Milliarden!“

Die Sozialistische Jugend möchte mit der Kampagne „Kampfansage! Menschen statt Profite“ die berechtigte Unsicherheit und die weit verbreiteten Sorgen der Menschen aufgreifen und an der Wurzel packen. „Wir müssen uns endlich eingestehen, dass Kapitalismus auf Ausbeutung, Armut, Krieg und Not basiert, das ist keine weltfremde Analyse sondern der Istzustand“, so Weichsler abschließend.
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