18.05.2016, 10:41 Uhr

BMW Group Werk Steyr – Mädels in die Technik

(Foto: BMW Group)
STEYR. Derzeit beschäftigt BMW Group Werk Steyr 112 Lehrlinge. „Die Anzahl weiblicher Lehrlinge in technischen Berufen liegt im BMW Group Werk Steyr mittlerweile schon bei 20 Prozent. Bei unserem neuen Einstiegslehrgang im Herbst haben wir bereits ein Drittel Mädchen“, so Ausbildungsleiter Leopold Tursch. Wenn man bedenkt, dass noch immer 70 Prozent der Mädchen einen von zehn „typisch weiblichen“ Lehrberufen wie Friseurin oder Einzelhandelskauffrau wählen, beeindrucken diese Zahlen umso mehr.

70 Prozent der Lehrlinge bei BMW Steyr haben gerade die Lehrlingsausbildung mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg bestanden. Auch bei Lehrlingswettbewerben sind die Auszubildenden immer im Spitzenfeld. Speziell bei den Müttern ist teilweise noch immer Überzeugungsarbeit notwendig – hier gilt es, mit Vorurteilen aufzuräumen: In einem modernen Industriebetrieb ist längst Know-how und Präzision statt reiner Muskelkraft gefragt. Da stehen die Mädchen den Burschen um nichts nach.
Im BMW Group Werk Steyr kann man sechs verschiedene, techn. Lehrberufe erlernen: KFZ-Technik, Produktionstechnik, Elektrotechnik, Mechatronik, Maschinenbautechnik, Zerspanungstechnik. Viele entscheiden sich für eine Meisterausbildung oder Lehre mit Matura (rund 80 % der Lehrlinge, Einstieg ab dem 2. Lehrjahr), zwei Lehrlinge stiegen nun in Studium ein, auch viele unserer Führungskräfte sind ehemalige Lehrlinge. „Auch in Zukunft werden wir stark darauf setzen, unseren Nachwuchs selbst auszubilden. Neben einer ausgezeichneten, fachlichen Ausbildung legen wir sehr viel Wert auf Persönlichkeitsbildung: Wir brauchen Spitzen-Teamplayer, keine Einzelkämpfer! Unsere jungen MitarbeiterInnen kennen den Betrieb in- und auswendig. Und die Verantwortlichen ihre individuellen Stärken. Eine optimale Mischung“, so Tursch abschließend.


Eine Bilderbuchkarriere, die mit Lehre bei BMW begann

Manfred Hölzl leitet den Ausbau des Dieselmotoren-Entwicklungszentrums, bis 2018 werden hier um 100 Mio. Euro neue Prüfstände gebaut, um die BMW-Motoren in Zukunft noch emissionsärmer und gleichzeitig leistungsstärker zu machen.
Hölzl hat 1982 seine Lehre als Maschinenschlosser gestartet, diese mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen und hat dann bei der Instandhaltung gearbeitet, während er seine Ausbildung zum Meister gemacht und schließlich 1994 die Matura (HTL für Maschinenbau) nachgeholt hat. Daran schloss eine Ausbildung zum Qualitätstechniker. Über verschiedene Stufen auf der Karriereleiter zeichnet er nun als Leiter für Infrastrukturprojekte im Dieselmotoren-Entwicklunszentrum für dessen Ausbau verantwortlich. Hölzl ist mittlerweile seit 34 Jahren bei BMW: „BMW legt viel Wert auf die Ausbildung. Das Unternehmen bietet viele Möglichkeiten für die Fachkräfte von Morgen: Eine fundierte Ausbildung von Spezialisten in einem internationalen Umfeld mit vielfältigen Chancen – der Lehrling muss es nur selbst in die Hand nehmen.“
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