25.03.2016, 08:38 Uhr

Neue Führungsspitze bei MAN in Steyr

Thomas Müller, Vorstand Produktion;Thomas Röttgen, Vorstand Finanzen; Karl-Heinz Rauscher, Vorstand Personal MAN Truck & Bus Österreich AG (v. l.) (Foto: MAN)

Wechsel in den Ressorts Produktion und Finanz: Gutes Geschäftsergebnis für 2015 im Werk Steyr
Neu in Steyr: Aufbau eines Truck Modification Centers und einer Kunststoffteile-Lackierung

STEYR. Mit 1. März 2016 hat Dipl. Chem. Ing. Thomas Müller die Funktion des Produktionsvorstandes der MAN Truck & Bus Österreich AG in Steyr übernommen.

Müller stammt aus Paderborn (Nordrhein-Westfahlen), ist Jahrgang 1966 und verheiratet. Nach Abschluss des Studiums Chemie und Technologie der Beschichtungsstoffe startete er 1991 seine Berufslaufbahn in der Volkswagen AG (Wolfsburg). Nach mehreren Stationen wie Prozesstechnik, Qualitätssicherung, Produktion und Planung verantwortete er seit 2014 bis zu seinem Wechsel nach Steyr die Markenplanung der MAN Truck & Bus AG (München). Einen Wechsel an der Spitze des Finanzressorts bei MAN in Steyr gab es außerdem am 1. Dezember 2015 mit Dipl.-BW. Thomas Röttgen.
Der studierte Betriebswirt startete gleich nach dem Diplom bei MAN am Standort Nürnberg. Ab 1988 war er in verschiedenen Controlling-Funktionen in München tätig. Von 2010 bis 2013 war er CFO in Nürnberg, zuletzt verantwortete er das Produktionscontolling aller Lkw-Werke im MAN Verbund. Herr Röttgen, Jahrgang 1956, wurde in Kirchen/ Sieg (Rheinland-Pfalz) geboren ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder.

Vorstand für Personal der MAN Truck & Bus Österreich AG ist seit 2008 Karl-Heinz Rauscher. Der 1960 in Steyr geborene promovierte Jurist und Betriebswirt ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern. Er war von 1982 bis 1989 in verschiedenen Funktionen in der Steyr-Daimler-Puch AG tätig. Es folgte von 1990 bis 2005 die Leitung der Rechtsabteilung der STEYR Nutzfahrzeuge AG, danach des Bereiches Personal und Recht. Seit 2008 ist DDr. Rauscher Mitglied des Vorstandes der jetzigen Gesellschaft.

Positives Geschäftsjahr 2015 für das Werk Steyr

MAN Truck & Bus Österreich AG hat das Geschäftsjahr 2015 erfolgreich mit einem deutlich positiven operativen Ergebnis abgeschlossen und auch alle sonstigen verbundintern geplanten Produktionskennzahlen in Steyr voll erreicht.

Wie der Veröffentlichung der Muttergesellschaft MAN SE vom 11. März entnommen werden kann zeigt sich, dass das eingeleitete Zukunftsprogramm in der Lkw-Sparte nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität der MAN insgesamt stärkt und MAN über eine gute Position auf dem sich erholenden europäischen Nutzfahr-zeugmarkt verfügt. Dennoch ist die Fortsetzung konzernweiter Strukturverbesserungen erforderlich und müssen verschiedene Projekte weiter mit Konsequenz vorangetrieben werden. Ein elementarer Teil dabei ist die Neuausrichtung der europäischen Lkw-Produktionswerke, wonach jeder Standort klare Kernkompe-tenzen und Verantwortungsbereiche erhält.

Konkret hat das Werk Steyr mit dem Aufbau eines Truck Modification Centers sowie einer neu zu errichtenden Kunststoffteile-Lackierung klare Perspektiven und bleibt darüber hinaus Produktionsstandort für die leichte und mittlere Lkw-Baureihe der MAN. Neue nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten werden dadurch geschaffen.

Werkstransformation voll im Gange

Im Truck Modification Center sollen letztlich für bis zu 3.000 Fahrzeuge pro Jahr die Sondermodellwünsche der Kunden, die durch das Serienportfolio nicht abgedeckt werden, umgesetzt werden. Eine der Voraussetzungen, komplexe Spezialanforderungen termingerecht mit gewohnt hoher MAN Qualität liefern zu können, ist das reibungslose Zusammenspiel von umfassendem Fertigungs-Know how und fundierter Engineering-Kompetenz – der Standort Steyr bietet hier die optimalen Voraussetzung dafür. Im ersten Quartal 2016 wurden am Standort Steyr bereits verschiedene Modifikationen in Standmontage durchgeführt. Darüber hinaus ist im Sonderkabinenbau geplant, neben der bestehenden Doppelkabine rund 500 Sonder-Fahrerhäuser pro Jahr für den Produktionsverbund – beginnend vom Rohbau über die Lackierung bis zur Innen-Ausstattung – komplett in Steyr zu fertigen.

Für die neue Kunststoffteile-Lackierung ist die Konzeptplanungsphase abgeschlossen, die Standortwahl am Werksgelände für die erste Ausbaustufe getroffen und die Detailplanung in Arbeit. In 2018 soll die Anlage hochgefahren werden und schließlich im Vollbetrieb sämtliche Produktionswerke im MAN-Verbund mit allen zu lackierenden Exterieur-Teilen, wie z.B. Frontklappe, Dach und Aero-Paket beliefern.

„Das Werk Steyr wird sein Portfolio und seine Kompetenzen mit dem Sonderfahr-zeugbau und der neuen Kunststoffteile-Lackierung deutlich erweitern. Damit ist der Standort in Zukunft breiter aufgestellt als bisher. In meiner Vorstellung wird Steyr damit nicht umgestaltet, sondern erweitert. Das Ziel ist, unabhängiger von einer einzelnen Produktreihe oder einer einzigen Kernkompetenz zu werden“, so der neue Produktionsvorstand Thomas Müller.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.