07.04.2016, 11:37 Uhr

RMOÖ-Projekt Willkommenskultur OÖ in der Region Steyr-Kirchdorf: Potenzial von zu- und rückgewanderten Fachkräften besser nutzen

Die Teilnehmer der Fokusgruppe Freizeit- und Tourismuseinrichtungen mit RMOÖ-Regionalmanager Alois Aigner (l.). (Foto: RMOÖ)

Das Regionalmanagement Steyr-Kirchdorf hat im Rahmen des Projekts „Willkommenskultur OÖ – ein Beitrag zur Standortsicherung“ Interviews mit Zu- und Rückwanderern geführt und Fokusgruppen für Mitarbeiter von Service- und Verwaltungsstellen und Mitarbeiter von Freizeit-, Kultur- und Tourismuseinrichtungen sowie zwei Fokusgruppen für Personalisten abgehalten.

BEZIRK. Als nächster Schritt im Projekt folgt ein Innovationsworkshop, in dem alle Fokusgruppenteilnehmer und Interviewpartner gemeinsam Maßnahmen für eine strukturierte Willkommenskultur in den Gemeinden und Betrieben der Region diskutieren.

Strukturierte Willkommenskultur wichtig

Das Projekt „Willkommenskultur OÖ – ein Beitrag zur Standortsicherung“ der Regionalmanagement OÖ GmbH (RMOÖ) in Zusammenarbeit mit der oö. Wirtschaftsagentur Business Upper Austria hat zum Ziel, die Willkommenskultur in Oberösterreich für zu- und rückgewanderte Arbeitnehmer qualitativ zu verbessern, zu standardisieren und für die oberösterreichischen Gemeinden und Unternehmen im Alltag lebbar zu machen. Ein wichtiger Aspekt ist das Sichtbarmachen des Stellenwertes, den eine strukturierte Willkommenskultur für die oberösterreichische Wirtschaft und das Gemeindeleben hat. Das Projekt wird von der RMOÖ in den oberösterreichischen Teilregionen Mühlviertel, Innviertel-Hausruck, Steyr-Kirchdorf, Linz/Linz-Land, Wels-Eferding und Vöcklabruck-Gmunden umgesetzt.


„Zugezogene und Rückkehrer langfristig an die Region binden“

Wirtschaftslandesrat Michael Strugl hat die RMOÖ mit der Durchführung des Projekts beauftragt. „Die RMOÖ-Regionalmanager erarbeiten gemeinsam mit Gemeinden und Unternehmen Instrumente, die es ermöglichen, Zugezogene und Rückkehrer langfristig an die Region zu binden. Vor allem international Zugezogenen soll ein besonderer Ankunftsservice geboten werden, wie zum Beispiel Unterstützung bei ersten Amtswegen, Expertenvorträge zum Steuer- und Gesundheitssystem sowie Hilfe bei der Jobsuche für Partner/innen oder der Auswahl von Schulen und Ausbildungsmöglichkeiten. Eine gelebte Willkommenskultur wirkt gegen Abwanderung und gegen Facharbeitermangel und ist daher wichtig für die Zukunft der oberösterreichischen Gemeinden und Betriebe und für den Standort Oberösterreich“, so Strugl.


Wohnmöglichkeiten schaffen und Bürokratie abbauen

Die in der Region Steyr-Kirchdorf interviewten Zu- und Rückwanderer sehen die Gemeinde- bzw. Stadtämter als einen wichtige Dreh- und Angelpunkt, bei denen der persönliche und hilfsbereite Kontakt unumgänglich ist.
Eine Herausforderung, von der alle Neuankömmlinge bei der Ankunft betroffen sind, sind die Behördengänge, die vereinfacht und übersichtlicher gestaltet werden sollen. Ergänzend zu diesen Themen stellten die Teilnehmer der Fokusgruppen fest, dass auch günstige und attraktive Wohnmöglichkeiten und der Abbau bürokratischer Hemmnisse erforderlich sind.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Kommunikation und den Schnittstellen zwischen Unternehmen, Gemeinden und wichtigen betroffenen Institutionen, um das Zurechtfinden in der Region und Integration für die Zuwanderer zu erleichtern.
Das Projekt „Willkommenskultur OÖ“ wird von den Teilnehmer als wichtige Maßnahme für die Stärkung des Arbeitsmarktes und die Erhöhung der Lebensqualität in den Gemeinden gesehen. Alle möchten versuchen, mit Unterstützung der Regionalmanagement OÖ GmbH und der Business Upper Austria das Potenzial der Zu- und Rückwanderer zu nutzen und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
Eine Teilnehmerin der Fokusgruppe Freizeit- und Tourismuseinrichtungen ist Victoria Arthofer aus Losenstein. Die 26-Jährige hat selbst in Salzburg studiert, war einige Monat im Ausland und ist wieder in ihren Heimatort Losenstein zurückgekehrt. „Viele spüren einfach immer noch diese Verbundenheit zur Heimat. Es gibt ja nicht umsonst einen Stammtisch für Ennstaler in Wien“, lacht Arthofer. Hier stellt sich Arthofer die Frage, „was motiviert uns, wieder herzukommen? Und was brauchen wir, um zu bleiben? Was würde die Gegend attraktiv machen?“

Die Teilnehmer der Fokusgruppen haben bereits zahlreiche interessante Ideen und Maßnahmen eingebracht, die zu einer breiten und funktionierenden Willkommenskultur in der Region beitragen.
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