16.06.2016, 09:47 Uhr

SKF: Innovationen made in Steyr

Scuderia Ferrari ist seit 65 Jahren enger Entwicklungspartner für die SKF Österreich AG. (Foto: SKF Österreich AG)

SKF Österreich AG: Innovationen und Entwicklungen aus dem Hause Steyr für die ganze Welt

STEYR. Die SKF Österreich AG in Steyr ist eine Tochter des schwedischen SKF AB Konzerns mit Hauptsitz in Göteborg. Obwohl SKF AB über mehr als 130 Produktionsstandorte verfügt, gehört die SKF Österreich AG zu den produktivsten und innovativsten Standorten weltweit. Das Werk in Steyr, mit knapp 1000 Mitarbeitern, überzeugt durch die Kombination von jahrzehntelanger Erfahrung und spezifischem Know-how. Wälzlager stehen – von den meisten Menschen unbemerkt – für das reibungsfreie Funktionieren von Maschinen und Geräten. Vom Fahrzeug über die Produktionsanlage bis hin zum Haushalt: Überall sorgen Wälzlager für einen reibungsarmen Ablauf.

Schnellstes Testfeld der Welt
Von null auf 100 in etwa 2 Sekunden; 200 km/h nach nur drei weiteren Sekunden. Fliehkräfte von mehr als 5G. Was sich schon spektakulär liest, kann sich der normale Mensch kaum vorstellen. In der Formel 1 aber wird Unmögliches möglich gemacht. Damit dies gelingt, bedarf es innovativer Technik. Wenn es um das schnellste Testfeld der Welt geht, ist SKF aus Steyr mit Wälzlager-Speziallösungen ganz vorne im Rennen.
„15.000 Umdrehungen schafft ein F1-Motor pro Minute. Bei Tempo 300 dreht sich ein Rad ungefähr 42-mal. Zwischen Wälzkörper und Lagerring treten dabei hohe Druckbelastungen von bis zu 4200 MPa auf. Diese Belastung ist vergleichbar mit 30 Personenkraftwagen auf der Fläche eines Fingernagels“, betont Dr. Robert Zeillinger, Verantwortlicher für die Produktentwicklung von Industriewälzlagern bei der SKF Österreich AG in Steyr. „Wälzlager aus herkömmlichem Wälzlagerstahl würden das niemals aushalten.“ Wälzlager für die Formel 1 erfordern daher den Einsatz ganz besonders hochwertiger Werkstoffe, wie sie in sogenannten Hybridlagern verbaut werden.

Zukunftswerkstoff Keramik
Die Bezeichnung ‚Hybrid‘ weist in der Wälzlagerbranche dabei auf die unterschiedlichen Materialien hin: Die Lagerringe sind aus hochstickstoffhaltigem Stahl, die Käfige aus temperaturbeständigem Kunststoff und die Wälzkörper – Kugeln und Rollen – sind aus Siliziumnitrid, einem hochfesten keramischen Werkstoff. Siliziumnitrid hält Temperaturen bis zu 1000°C stand, hat mehr als die doppelte Härte und eine um 30 Prozent höhere Festigkeit von Wälzlagerstahl und ist zudem auch noch um 60 Prozent leichter als Stahl. Ein idealer Werkstoff also für Wälzlager in Formel-1-Boliden – denn Schnelligkeit und Leichtigkeit sind hier die entscheidenden Faktoren für ein siegreiches Rennen. Zu den innovativen Lösungen, mit denen SKF die Formel 1 versorgt, gehören unter anderem Hybridlager mit neuen Keramikrollen sowie maßgeschneiderte Gleitlager, die auf aktuellen Entwicklungen aus der Luft- und Raumfahrttechnologie basieren. Hinzu kommen gesinterte Hochleistungslager. Diese Komponenten mussten sich längere Zeit harten Tests in Sachen Zuverlässigkeit, Reibungsreduktion und Verschleißfestigkeit unterziehen. Seit über 65 Jahren hat SKF mit Scuderia Ferrari nun bereits eine enge Entwicklungspartnerschaft. Gemeinsam stellen sie sich Jahr für Jahr den schwierigen und spannenden technischen Herausforderungen der Formel 1. Auch für den Rennwagen SF15-T hat SKF hochleistungsfähige Lösungen entwickelt. Die wichtigsten Innovationen stecken hier in der Antriebseinheit. Durch eine verstärkte Hybridisierung arbeitet der neue V6-Motor der Formel 1 noch sparsamer.

Mitarbeiter fördern
Die führende Qualität der Produkte in Verbindung mit dem besten Service sind die Erfolgsfaktoren für SKF. Dabei setzt die SKF Österreich AG alles daran, Fähigkeiten, Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeiter zu erhalten bzw. zu fördern.
Lehrlinge (w/m), FacharbeiterInnen, TechnikerInnen – SKF fördert und fordert von jedem einzelnen Mitarbeiter sein Bestes. Menschen mit Visionen und Mut für spannende Herausforderungen bekommen bei uns die Chance, in einem internationalen Konzern zu agieren und sich selbst zu beweisen.
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