03.05.2016, 12:44 Uhr

Bundesregierung beruft Wolfgang Lucht in Sachverständigenrat Umweltfragen

PIK 29.04.2016
Die Bundesregierung hat diese Woche Wolfgang Lucht vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in ihren siebenköpfigen Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) berufen. Der mit renommierten Wissenschaftlern besetzte Rat mit Geschäftsstelle in Berlin hat den Auftrag der Regierung, dieser oft sehr konkrete politische Empfehlungen zu geben sowie übergreifende Gutachten zu erarbeiten, vor allem mit Blick auf Deutschland. Das neu zusammengesetzte Gremium nimmt seine Arbeit im Juli auf und amtiert bis 2020.
Bundesregierung beruft Wolfgang Lucht in Sachverständigenrat Umweltfragen

"Die Zusammensetzung des neuen Rates entspricht in hervorragender Weise den Anforderungen, die sich an eine zukunftsfähige Umweltpolitik stellen, insbesondere vor dem Hintergrund des notwendigen Wandels von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung“, erklärte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. „Hier stehen wir vor großen Herausforderungen, die nicht ohne eine verantwortungsvolle Politikberatung auf wissenschaftlicher Grundlage gemeistert werden können. Daher freue ich mich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem neuen Rat und bin zuversichtlich, dass der SRU seine erfolgreiche Tradition fortsetzen wird, die Bundesregierung in wichtigen Umweltfragen durch umfassende und zielgerichtete Handlungsempfehlungen zu unterstützen."

Lucht wurde als Experte für die Themen Nachhaltigkeit und Erdsystemanalyse berufen, in diesem Feld ist er am Potsdam-Institut Forschungsbereichs-Ko-Chef. Zugleich lehrt er an der Humboldt Universität Berlin als Professor. Als weitere Mitglieder wurden neu berufen Professor Claudia Hornberg von der Universität Bielefeld für den Bereich Gesundheitswissenschaften und Umweltgerechtigkeit, Professor Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirschaftsforschung (DIW) für den Bereich Wirtschaftswissenschaften und Energie, Professor Lamia Messari-Becker von der Universität Siegen für den Bereich Bauingenieurswesen und Stadtentwicklung, und Professor Vera Susanne Rotter von der Technischen Universität Berlin für den Bereich Technischer Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft und Recycling. Erneut in den Rat berufen wurden die bisherigen Sachverständigen Professor Christian Calliess von der Freien Universität Berlin für den Bereich Rechtswissenschaften und Europapolitik, und Professor Manfred Niekisch von der Goethe-Universität Frankfurt/Main und Direktor des Frankfurter Zoos für den Bereich Naturschutz und Ökologie.

"Ich betrachte es als meine Aufgabe, die Stimme der Umweltpolitik bei der Gestaltung der Zukunft durch wissenschaftliche Beratung und kritische Begleitung inhaltlich zu stärken“, sagte Lucht. „Umweltpolitik ist nicht nur eine Politik des Schutzes der Umwelt, sondern Teil einer transformativen Agenda, welche Deutschland zukunftsfähig macht. Es gilt, die Energiewende zum Klimaschutz weiter voranzutreiben. Es gilt, die Entwicklung unserer Städte und Landschaften aus einem stärker gesamtheitlichen Blickwinkel zu betrachten. Und es gilt, nationale Politik in den sich entwickelnden internationalen Rahmen zur nachhaltigen Entwicklung und zur Berücksichtigung planetarer Belastungsgrenzen einzubinden. In der öffentlichen Diskussion über wissenschaftliche Einsichten und die daraus zu ziehenden Konsequenzen sind dabei die vielen anderen Akteure in der Debatte wichtige Gesprächspartner, zum Beispiel die Umweltverbände, welche das Engagement der Bürger widerspiegeln. Mir erscheint die Würde des Menschen ohne eine Würde der Natur nicht vorstellbar. Darüber ist insbesondere auch aufgrund des Wissens, das uns wissenschaftliche Analyse heute zur Verfügung stellt, immer wieder neu zu verhandeln."
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Gerhard Heising aus Stubai-Wipptal | 04.05.2016 | 22:02   Melden
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