13.09.2016, 07:49 Uhr

Professor Stefano Parolai erneut zum ESC Generalsekretär gewählt.

GFZ 12.09.2016: Professor Stefano Parolai, Leiter des Zentrums für Frühwarnsysteme am GFZ, wurde am vergangenen Donnerstag in Triest, Italien, in seiner Funktion als Generalsekretär der Europäischen Seismologischen Kommission ESC bestätigt.

Stefano Parolai wurde erstmalig während der 34. Generalversammlung der ESC im Jahr 2014 in Istanbul, Türkei, zum Generalsekretär gewählt und nun, auf der 35. Generalversammlung in Italien, bestätigt.

Die ESC fördert die Wissenschaft der Seismologie in Europa und den Mittelmeerstaaten. Sie unterstützt Forschungsarbeiten, erweitert und verstärkt die wissenschaftliche Zusammenarbeit und bildet junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus.

Neben seiner Arbeit am GFZ lehrt Parolai Ingenieurseismologie, Oberflächenwellenanalyse und Inversionsmethoden an der TU Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Erdbeben-Frühwarnsystemen und neuer Methoden zur Bestimmung der Variabilität von Bodenbewegungen auf kurzen Distanzen, ausgelöst durch Erdbeben. Parolai beschäftigt sich auch mit zahlreichen Aspekten der Erdbebenrisikobewertung und Schadensregulierung sowie der Interaktion zwischen verschiedenen Georisiken und deren Folgen.

Zentrum für Frühwarnsysteme EWS

25.04.2016
Im Mittelpunkt des Zentrums für Frühwarnsysteme steht die Entwicklung und Umsetzung von Verfahren zur Frühwarnung gegenüber verschiedenen Naturgefahren wie Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüchen und Hangrutschen.
Von besonderem Interesse ist dabei die Realisierbarkeit von Alarmsystemen, die der Verbindung verschiedener Gefahren bei einer Naturkatastrophe Rechnung tragen. Hierzu liegt ein weiterer Forschungsschwerpunkt unseres Zentrums in der Entwicklung moderner Methoden (hauptsächlich basierend auf Fernerkundungsdaten) zur Einbeziehung der Vulnerabilität von Gebäuden sowie der Möglichkeit, verlässliche Einzel- und Mehrfachrisikoszenarien nahezu in Echtzeit zu berechnen; diese können unmittelbar an die Entscheidungsträger übermittelt werden, um ihnen Unterstützung für Entscheidungen in Bereichen der Katastrophenvorsorge und im Katastrophenmanagement zu geben.
Weitere Aktivitäten umfassen die Entwicklung von Konzepten für die ad-hoc Geräteausstattung, um die Feldeinsätze des Zentrums zu unterstützen, sowie die Entwicklung von Werkzeugen, um die Entscheidungsfindung, insbesondere nach schweren Naturkatastrophen, zu verbessern und zu erleichtern.
Das Zentrum für Frühwarnsysteme profitiert dabei insbesondere von der engen Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus verschiedenen Sektionen des GFZ; hierdurch wird die erforderliche Interdisziplinarität schon von Grund auf gewährleistet. Darüberhinaus zielt das Zentrum auch insbesondere auf die Entwicklung und Koordinierung fachübergreifender Projekte ab.
Gegenwärtig liegt der Schwerpunkt unserer Aktivitäten in Zentralasien, dem Indischen Ozean, dem östlichen Mittelmeerraum und Zentaleuropa. Eine Ausweitung unserer Expertise auf andere Regionen (z.B. Chile) wird gegenwärtig untersucht.
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