09.08.2016, 15:14 Uhr

AM EIGENEN LEIB – Beim Babyschwimmen

BEZIRKSBLÄTTER-Redakteur Arno Cincelli besuchte für "Am eigenen Leib" einen Babyschwimmkurs.

TELFES. Ein wenig unheimlich ist es schon, das eigene Kind zum ersten Mal mit ins Wasser zu nehmen. Aber ein Blick in die Runde beruhigt bereits ungemein. Alle sind entspannt, für die meisten der Anwesenden ist es ja nicht der erste Kurstag. Und auch wenn vielleicht das eine oder andere Baby nicht so begeistert davon ist, nass zu werden, echte Probleme gibt es keine.

Ab dem Alter von drei Monaten kann man an Babyschwimmkursen im StuBay teilnehmen. Viele – vor allem Mütter, aber auch Großmütter und an diesem Tag auch ein Vater – sind mit ihrem kleinen Nachwuchs gekommen. Hier lernen nicht nur die Babys, altersgerecht mit dem nassen Element umzugehen – auch für die Eltern ist es eine große Hilfe.

Gerade für die besonders kleinen Kinder handelt es sich beim Babyschwimmen auch um ein Sicherheitstraining. Hier bekommen sie spielerisch – und erstaunlich schnell – beigebracht, wie sie richtig reagieren müssen, wenn sie ins Wasser fallen. Auch wenn man es den Babys kaum zutrauen würde, aber die "Erfahreneren" strampeln bereits nach einigen wenigen Einheiten vergnügt zum Beckenrand, wenn man sie vorsichtig reinplumpsen lässt.

"Je früher man mit dem Babyschwimmen beginnt, desto schneller werden die Babys mit dem Wasser ,wieder' vertraut", wird auf der Homepage des österreichischen Babyschwimmverbands (Austrian Babyswim Association – ABA) erklärt. Alexandra Vondrak ist eine der zertifizierten Baby- und Kleinkinderschwimminstruktoren dieses Verbandes und leitet den Kurs im StuBay. Ihre ruhige Art ist vor allem für unerfahrene "Schwimm-Eltern" eine ausgesprochen wichtige Stütze.

"Jetzt machen wir eine Übung fürs Tauchen", erklärt Vondrak. Im Kreis singen die Eltern ein Lied, bewegen sich dabei unter einem kleinen Bogen durch, hinter dem sie den Kindern mit einer Gießkanne etwas Wasser über den Kopf leert. So wirklich zufrieden ist die Tochter des Redakteurs damit nicht! Es ist ihr viel zu früh und zu nass. Und dann ist sie im Moment ja nicht bei ihrer Mama, sondern bei dem anderen da, der zwar viel Spaß mit ihr macht, sie aber ja nicht füttern kann. Obwohl ihr das Wasser zwar irgendwie gefällt, ein lautstarker Protest scheint ihr doch gerade angebracht.

Dennoch – man merkt, dass es ihr ebenso gut tut wie den schon etwas größeren Kindern, die bereits am Beckenrand auf ihren Nachfolgekurs warten. Bei denen geht es schon darum, "richtig" schwimmen zu lernen, was ohne den vorbereitenden Babyschwimmkurs oft erst viel später möglich wäre.
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