11.03.2016, 14:56 Uhr

AM EIGENEN LEIB – In der Tischlerei

BEZIRKSBLÄTTER-Redakteur Arno Cincelli lernt den Tischlerberuf kennen.

SCHÖNBERG/VÖLS. Tischlerei. Da denkt man als Laie an Sägespäne, Holzplatten und viel Handwerkszeug – am besten in einer kleinen Werkstadt in einem Hinterhof: Pumuckel lässt grüßen! Es ist nur schwer zu glauben, wie weit entfernt und noch nahe dran an dieser Vorstellung die Realität gleichzeitig sein kann. Während die Werkstätten, nicht zuletzt aufgrund der immer aufwändigeren Vorschriften immer moderner und technisierter werden, sieht man doch dazwischen auch jene "Kleinigkeiten", die man, wenn schon nicht aus eigener Erfahrung, so doch zumindest aus der Fernsehsendung mit dem rotschoßpfigen Kobold kennt.

Gemeinschaft der Firmen

Aufgrund des großen Aufwandes, alle Vorschriften umzusetzen, hat die Schönberger Tischlerei Steixner bereits vor vier Jahren eine Gemeinschaft mit der Völser Firma Norer geschlossen. Dort produziert das Team von Hannes Steixner ihre Möbel, gleichzeitig ist der 41-Jährige Produktionsleiter des Fertigungsbetriebs. "Wir wollen auch als kleine Firma den Kunden eine hohe Qualität bieten", erklärt Steixner. In den Räumen in Schönberg werden Sanierungen durchgeführt und die Fenster, mit denen seine Firma handelt, gelagert.





Hochtechnologie geht hier Hand in Hand mit dem traditionellen Handwerk. Während an einer Maschine gerade die Daten eingegeben werden, damit die Teile eines Möbelstücks die richtigen Bohrungen bekommen, ist andernorts die Kante einer Arbeitsplatte von Hand zu schleifen – die richtige Arbeit für einen ungelernten Schreiberling! Dennoch geht auch hier nichts ohne Genauigkeit: Jeden noch so kleinen Fehler würde der Kunde sofort merken, wenn er mit der Hand über die Platte fährt.

Gegenseitige Ergänzung

Insgesamt arbeiten circa 25 Personen im Betrieb, drei davon sind Angestellte der Tischlerei Steixner. Von der Garderobe bis zu kompletten Wohnungseinrichtungen reicht hier die Palette, die Firma Norer dagegen ist besonders auf Apotheken und Arztpraxen und ähnliches spezialisiert. Großaufträge und filigrane, handwerklich besonders herausfordernde Spezialanfertigungen gehen hier Hand in Hand. "Damit ergänzen wir uns gegenseitig", erläutert Steixner, während er überprüft, ob die Kleinteile einer Kastentüre perfekt verarbeitet sind.
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