30.03.2016, 13:11 Uhr

Das Flanksteak: noch Steak oder fast schon ein Braten?

(cia). Eine besondere Gaumenfreude versteckt sich im Bauchlappen eines Rindes: das Flanksteak. Sei es, dass die Bezeichnungen Bauchlappen oder Dünnung wenig einladend klingen, hierzulande wird dieses Stück jedenfalls vergleichsweise selten gegrillt – zu Unrecht!

Beim Flanksteak handelt es sich um ein besonders fettarmes, dafür aber umso aromatischeres Fleischstück. Es eignet sich hervorragend zum schnellen, direkten Grillen. Aufgrund seines starken Eigengeschmacks ist es eigentlich auch nicht nötig, das Fleisch zusätzlich zu würzen. Schon eine Prise Salz reicht hier völlig aus.


Vorbereiten des Flankstaks
Das Fleisch muss fürs Grillen vom überschüssigen Fett befreit werden.


Zu Beachten ist, dass man das Fleisch vor dem Grillen vom überschüssigen Fett und gegebenenfalls auch von stärker durchwachsenen Teilen befreit. Diese Stücke wegzuwerfen wäre aber eine Verschwendung. Sie eignen sich besonders gut, um daraus eine intensive Rinderbrühe zu kochen.

Wenn man Flanksteak kauft, kann es vorkommen, dass die in der Mitte des Fleisches gelegene Sehne noch nicht entfernt ist. Diese zieht sich über die ganze Breite und den Großteil der Länge. Da die Sehne nur nach extrem langem Garen genießbar wird, nicht aber beim direkten Grillen, muss man sie unbedingt entfernen. So entstehen zwei Fleischstücke von ca. zwei bis drei Zentimeter Dicke.


Drehen nach halber Garzeit
Durch das Drehen um 90 Grad bekommt man ein schönes Muster.


Diese grillt man bei mittlerer bis hoher Hitze pro Seite ungefähr 3 bis 4 Minuten lang. Danach lässt man das Fleisch (bei ca. 60 Grad) für fünf bis zehn Minuten ruhen. Es empfiehlt sich, Flanksteaks Medium-Rare zu servieren!

Wichtig ist es, das Fleisch vor dem Essen aufgrund der langen Fasern nach dem Grillen quer zur Faser aufzuschneiden. So lässt es sich auch hervorragend portionieren und fast wie bei einem Braten anrichten. Die Reste schmecken auch kalt sehr gut.

Rezept: Flanksteak auf Rotwein-Belugalinsen

Zutaten:
  • Flanksteak
  • Rinderbrühe (am Besten aus den nicht so gut zum Grillen geeigneten Stücken)
  • Belugalinsen
  • Rotwein
  • Karotten
  • Knoblauch
  • Butter
  • Salz, Muskat


Zubereitung Belugalinsen:
Karotten fein würfeln. Zusammen mit den Belugalinsen mit Rotwein und Brühe (1 Teil Linsen – 3 Teile Flüssigkeit) kochen. Mit etwas Muskat und ein bis zwei zerdrückten Knoblauchzehen würzen. Durch die Säure des Weins dauert das etwas länger, nach ca. 45 Minuten sollten sie durch sein. Kurz vor Ende der der Garzeit salzen. Einige Butterflocken unterrühren

Zubereitung Flanksteak:
Grill für mittlere bis hohe direkte Hitze vorbereiten. Das vom überschüssigen Fett befreite Fleisch direkt vor dem Grillen mit temperaturbeständigem Öl bestreichen. Fleisch auf den heißen Grill, mit wenig Salz würzen. Nach ca. 2 Minuten um 90 Grad drehen, sodass sich ein schönes Muster auf der Oberfläche entwickelt. Nach ca. 2 Minuten wenden, die bereits gegrillte Seite mit wenig Salz würzen. Auch hier nach ca. 2 Minuten um 90 Grad drehen, wieder etwa 2 Minuten warten. Danach das Fleisch bei ca. 60 Grad ruhen lassen. In Scheiben schneiden und auf einem Bett von Belugalinsen servieren.

Am Grill:

Weitere Grill-Tipps findet ihr hier:

Bezirksblätter Tirol: Am Grill
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