09.06.2016, 17:26 Uhr

Gastprofessur für Heinz Fischer an der Innsbrucker Uni

Bundespräsident Heinz Fischer besucht das Institut für Politikwissenschaft. (v.l.) Dirk Rupnow, Leiter des Instituts für Zeitgeschichte, Ferdinand Karlhofer, Leiter des Instituts für Politikwissenschaft, Präsident Heinz Fischer, Rektor Tilmann Märk, Helmut Staubmann, Dekan der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziololgie, Bernhard Fischer, Studentischer Mitarbeiter, Studiendekan Gilg Seeber und Studienbeauftragter Franz Eder. (Foto: Universität Innsbruck)
INNSBRUCK. Als Gastprofessor wird Heinz Fischer, nach Ende seiner Amtszeit als Bundespräsident, im kommenden Herbst an der Uni Innsbruck lehren. Rektor Tilmann Märk hat ihm die künftigen Lehrräumlichkeiten schon vorab gezeigt, wobei es auch zum Austausch mit Fachvertretern am Institut für Politikwissenschaft kam.

„Die Geschichte und Demokratie-Entwicklung der Zweiten Republik“ wird das Thema der Vorlesung Fischers sein, die er im kommenden Wintersemester 2016/2017 an der Uni Innsbruck halten wird. „Ich sehe meiner Vorlesung mit großer Freude entgegen. Vor fast 40 Jahren habe ich an der Universität Innsbruck mein Habilitationsverfahren durchgeführt und sodann Vorlesungen und Seminare abgehalten. Ich betrachte es also als eine Art ‚Rückkehr nach Innsbruck‘, wobei ich in den seither vergangenen Jahren viel über die Theorie und Praxis der österreichischen Politik dazugelernt habe und dies auch gerne weitergeben möchte“, so der Bundespräsident.

Die Studierenden erwerben dabei, untermauert von persönlichen Erfahrungen, Kenntnisse über die mehr als 70-jährige Geschichte der Zweiten Republik, von April 1945 bis Ende 2016. „Gerade nach der aktuellen Wahl des nächsten Bundespräsidenten unseres Landes ist es für mich eine besondere Freude und Ehre, den derzeit ranghöchsten Politiker unserer Republik in Innsbruck begrüßen zu dürfen. Seine politischen Erfahrungen, sein demokratisches Geschick und sein umfassendes Wissen über die Politik im In- und Ausland zeichnen Herrn Dr. Fischer aus und machen ihn zu einem exzellenten Vortragenden an der Universität. Dass im Rahmen seiner Gastprofessur im kommenden Wintersemester auch die Studierenden die Möglichkeit zum politischen, wissenschaftlichen und fachlichen Austausch mit einem so renommierten Politiker bekommen, freut mich besonders. Die dadurch entstehende Verbindung von Wissenschaft und Praxis ist zudem ein großer Mehrwert für die Lehre an der Universität Innsbruck“, so Rektor Tilmann Märk.

In der Vorlesung wird gezeigt, dass sich im Zuge der letzten sieben Jahrzehnte nicht nur die ökonomischen und sozialen Strukturen verändert haben, sondern auch die Verfassungsstruktur, die Parteienlandschaft, die Medienlandschaft, die Praxis des Parlamentarismus und – bedingt durch Österreichs EU-Beitritt – auch der außenpolitische Bezugsrahmen.

Fischer hält seine Antrittsvorlesung am Mittwoch, den 12. Oktober 2016 um 17 Uhr im Kaiser-Leopold-Saal der Universität Innsbruck. Die Lehrveranstaltung selbst wird dann in geblockter Form an sechs Terminen stattfinden und wird öffentlich zugänglich sein.
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