11.10.2016, 17:19 Uhr

Im Gefolge von Dracula – die Fledermäuse

Großes Mausohr: Mit etwa 40 cm Flügelspannweite eine der größten heimischen Arten (Foto: A. Vorauer)

Erster Teil einer Serie von Schutzgebietsbetreuerin Kathrin Herzer zum Thema Fledermäuse

Fledermäuse haben unsere Phantasie seit jeher regelrecht beflügelt. Ihre Gestalt mit den großflächigen Flughäuten zwischen extrem verlängerten Fingern und ihre nächtliche Lebensweise haben sie zu Paten für Phantasiegebilde wie Vampire gemacht. Daran mag auch die Nahrungsbeschaffung einiger südamerikanischer Arten beigetragen haben. Der Echte Vampir etwa verfügt über messerscharfe Zähne, mit denen er die Haut größerer Säugetiere einritzt und das austretende Blut wohlgemerkt nicht aussaugt, sondern ableckt. Trotzdem sind diese Tiere zum Vorbild und ständigen Begleitern vom blutsaugenden Dracula geworden. Fledermäuse, die sich bedrängt fühlen, geben mitunter Urin ab, und haben daher den Namen „Pissdämonen“ erhalten. Auch die Mär, dass sie sich in langen Haaren verfangen, hält sich bis heute hartnäckig. „Stimmt nicht“, sagt der Tiroler Fledermausschutzbeauftragter Mag. Anton Vorauer, „denn die Echoortung der Fledermäuse ist viel zu exakt, als dass die Tiere solche Hindernisse nicht registrieren würden.“ Sein Buch „Die Fledermäuse Tirols“, das er gemeinsam mit Christoph Walder verfasst hat, ist Grundlage für diese Serie.

Informationen: Mag. Anton Vorauer; anton.vorauer@fledermausschutz.at www.fledermausschutz.at


Über die Serie: Die Schutzgebietsbetreuung „Stubaier Alpen“ informiert in einer Serie über Fledermäuse: ihre Rolle beim Dracula-Mythos, die Lebensweise dieser einzigartigen Tiere und warum wir sie unbedingt schützen sollten.

Mehr Artikel zu den Serien der Schutzgebietsbetreuung Stubaier Alpen finden Sie hier: Schutzgebietsserien
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