Alexander Woertz im BEZIRKSBLÄTTER-Interview

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BEZIRKSBLÄTTER: Haben Sie sich in Ihr Amt schon eingelebt?
Alexander Woertz: (lacht) "Eigentlich nicht, jeden Tag kommen neue Aufgaben dazu. Ich weiß nicht, ob man sich da einleben kann. Grundsätzlich ist es spannend. Es gibt viel zu gestalten, in der Gemeinde und in der Region – dafür ist man ja gewählt worden!"

Warum haben Sie kandidiert?
"Meine Heimatgemeinde und die Region sind mir wirklich ein Anliegen. Ich kenne aus meiner beruflichen und privaten Erfahrung die Vernetzung in der Region und es erscheint mir wichtig, dass man die stärker nutzt. Hier hilft mir, dass ich zum einen Einblick in die Wirtschaft, zum anderen in die Politik bekommen habe."

Was liegt als Nächstes an?
"Im Energiebereich entsteht bei uns ein energieautarkes Gemeindezentrum. Dann bauen wir das LWL-Netz aus. Mehrere Spielplätze werden vom Familienausschuss kontrolliert. Da soll es mit Einbindung der Familien und der Schulen Umbaumaßnahmen geben."

In den vier Gemeinden ist Zusammenarbeit sehr wichtig.
"Hier gibt es Gedanken und Vorgespräche, um in der Verwaltung noch stärker zusammenzuarbeiten. So wollen wir ein noch besseres Service für die Bürger erreichen, aber auch flexiblere Arbeitszeiten für die Mitarbeiter."

Wie wird sich das gestalten?
"Beispielsweise indem eine Gemeinde für die andere die Buchungen durchführt. Bei mehreren Spezialgebieten ist eine Mehrgleisigkeit nicht nötig – z. B. die Eingabe des digitalen Flächenwidmungsplans und die dafür erforderlichen Schulungen. Hier ist noch vieles abzuklären."

Wie haben Sie die Bürgermeis-terkollegen aufgenommen?
"Das läuft sehr gut. Für mich ist es sehr angenehm. Die drei beziehungsweise vier – auch mit Ellbögen arbeiten wir in Pfons eng zusammen – helfen mir auch. Beispielsweise bei Themen, die für mich neu sind, für sie aber nicht. Es ist ein gutes Gefühl, dass ich immer nachfragen kann."

Was ist Ihr Aufgabenbereich in diesem Team?
"Die Schulen. Die sind mir auch ein Herzensanliegen, weil sie die Zukunft unserer Gemeinden sind. Es ist wichtig, dass man hier gute Strukturen erschafft und erhält. Wir haben sehr motivierte Direktoren und Lehrkörper, dort wird sehr gute Arbeit geleistet."

Haben Sie ein besonderes Ziel für die Amtszeit?
"Die Region zu vernetzen, mehr den Blick auf das Wipptal zu richten. Einen Zusammenhalt wie hier muss man in Tirol erst suchen. Mir ist wichtig, dass man diese Stärke mehr nutzt und ausbaut. Wir sind eine der am besten erschlossenen Regionen Mitteleuropas mit wunderschönen Seitentälern."

Wie stehen Sie zur Frage einer Gemeindefusion?
"Es gibt Studien, dass Gemeinden bis 5.000 Einwohner effizienter arbeiten als größere Einheiten. Grundsätzlich sollte man das enorme Aufgabengebiet, das entstünde, wenn Matrei, Mühlbachl, Pfons oder auch Navis zusammenwachsen würden, nicht unterschätzen."

Bgm. in Pfons:
Alexander Woertz wurde am 28. Februar zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Pfons gewählt. Er folgte seinem Vater Argen nach, der nicht mehr für dieses Amt kandidierte. Geboren wurde der selbstständige Steuerberater am 26. April 1975. Woertz ist verheiratet und hat vier Kinder. Er ist Ortsbauernobmann, im Bezirksvorstand der Landwirtschaftskammer und bewirtschaftet seinen Hof, den er auf Bio-Heumilch umstellt, selbst. In den vier Gemeinden Pfons, Matrei, Mühlbachl und Navis ist er für die Schulen sowie den Friedhofsverband zuständig.
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