30.05.2016, 12:03 Uhr

Grünes „Ruetzboot“ für Tiroler Grüne

(Foto: Flo Smith)
STUBAI. Ein grünes Paddelboot mit einer besonderen Botschaft überreichten Kajaksportler aus mehreren Ländern den Tiroler Grünen: Den Appell „Schützt die Kajakstecken an Ruetz und Sill!“ haben einige hundert Wildwassersportler im Rahmen des internationalen Kajakfestivals auf dem Boot unterschrieben. Sie ersuchen die grüne Regierungsfraktion um Hilfe gegen die von der TIWAG geplanten Wasserableitungen aus dem Stubaital.

Klubchef Gebi Mair, selber Wildwasserpaddler, übernahm das symbolträchtige Geschenk und brachte es ins Landhaus. Er bedankte sich bei der Paddlerdelegation für ihren Einsatz. Sie seien „ein wichtiges Gegengewicht zu jenen Leuten, die in einem frei fließenden Bach nur verlorene Euros für die Energiegewinnung hinabschwimmen sehen“.

Etwa tausend Teilnehmer verzeichnete das zweite Kajakfestival Tirol am Fronleichnamswochenende 2016 in Neustift. Sie kamen aus 15 Ländern von Griechenland bis Alaska und waren von den Wildwasserstrecken südlich von Innsbruck beeindruckt.

Organisator Bernhard Steidl wies auf die drohende Entwertung dieser beliebten Kajakreviere hin: „Wenn die Stubaier Bäche abgeleitet werden, wird man unseren Sport hier kaum noch ausüben können!“ Daher wolle man die politischen Entscheidungsträger sprichwörtlich ins Boot holen.

Besonderen Nachdruck erhält das Anliegen der Paddler durch die Unterstützung des Tourismusverbandes Stubai-Tirol. Geschäftsführer Mag. Roland Volderauer pochte ebenfalls auf die Erhaltung der jetzt noch frei fließenden Gewässer. Man brauche diese dringend nicht nur für den Wildwassersport, sie seien für den gesamten Sommertourismus ein unverzichtbares Angebotselement.
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