01.08.2016, 11:24 Uhr

Vom Lehrling zum Chef – Eine Institution in der Schlick

Buja Mühlburger hat seit 2009 die Restaurantleitung am Kreuzkoch der Schlick 2000 inne.

Sogar über Japan führte der Weg vom Lehrling zum Chef die Stubaierin Buja Mühlburger.

FULPMES (cia). Bereits zur Institution geworden ist Buja Mühlburger in den sieben Jahren, die sie nun die Restaurantleitung am Kreuzjoch inne hat. Fünf Jahre lang war sie davor selbstständig als Pächterin des Tenniscafes.

Mühlburger erlernte ab 1980 den Kellnerberuf im Hotel Waldhof. "Das war noch unter der Leitung von Roman Krösbacher", erinnert sie sich. Sieben Jahre blieb sie dort, dann arbeitete sie eine Sommersaison am Wolfgangsee. Im Winter 1987 ging sie dann als Schilehrerin nach Japan. "Wenn wir japanische Gäste hier haben, sind die immer begeistert, wenn ich sie auf japanisch begrüße", erzählt die Stubaierin. Nach zwei Jahren im Hotel Greier in Telfes wechselte sie 1990 in den Fulpmer Dorfkrug.

Hier arbeitete sie 13 Jahre lang und übernahm dort auch ihre ersten Führungsfunktionen. 2003 pachtete sie dann das Tenniscafe von der Gemeinde. Außerhalb "ihrer" Saison begann sie bald für die Schlick 2000 zu arbeiten – zuerst im Büro, später an der Kassa. So kam es dazu, dass sie sich um die Stelle der Restaurantleiterin bewarb, als diese frei wurde. Hier lernte sie neue Herausforderungen kennen.

Insbesondere das Finden von Personal sei immer schwieriger. Gerade Einheimische scheinen für manche Jobs nicht zu motivieren zu sein: "Mir hat mal jemand gesagt, es wäre ihm zu aufwändig, von Neustift nach Fulpmes zu kommen." Immer wieder sei sie deshalb auch mit dem AMS in Kontakt, da sie mehr Leute brauche. Immer wieder würde man ihr aber antworten, dass man lieber den Stempel wolle, als wirklich zu arbeiten. "Ich verstehe das nicht, die Arbeit hier hat auch viele Vorteile. Zum Beispiel hat man am Abend seine Ruhe – das gibt es nicht oft im Gastgewerbe!", wundert sie sich, auch die Bezahlung sei in Ordnung. Unverständlich ist deshalb für Mühlburger auch, warum es trotz dieses offensichtlichen Problems nicht möglich ist, Flüchtlinge, die durchaus arbeitswillig wären, anzustellen.

Privat engagiert sich Mühlburger zusätzlich im Behindertensport. Seit 1999 ist die Referentin im Tiroler Schiverband. 2006 machte sie die Ausbildung zum Behindertentrainer.
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