12.04.2016, 10:59 Uhr

Grenzen im Kopf ausblenden

(Foto: KK)

Ein Radkersburger tauscht sich mit 7.000 europäischen Jugendlichen aus.

Aktive Beteiligung an Projekten und Prozessen in der Jugendarbeit mit Gleichaltrigen steht Michael Peterka aus Bad Radkersburg gut zu Gesicht. Die ersten ehrenamtlichen Schritte machte er in der Schülervertretung und im Volleyball- oder Fischereiverein. Diese führte der 22-Jährige dann als engagierter Jugendbeauftragter fort, ehe er nun im Vorjahr die Aufgabe des Jugendgemeinderats übernahm. Obwohl er als BWL-Student viel Zeit in Graz verbringt, bleibt er mit seiner Heimatregion stark verbunden. "Ich mag die Stadt, bin aber gleich gern im ländlichen Raum."
Grenzen im Kopf sieht der Hobbysportler sowieso kaum. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass er mit Boris Fartek, dem Leiter des Jugendzentrums Gornja Radgona, und Jugendregionalmanager Stefan Preininger in den grenzübergreifenden Projekten "Youth Today" oder "M.U.R. - a map to unite our region" (www.projectmur.com) federführend dabei war. "Es war aufregend aufzuzeigen, wie viele Attraktionen wir direkt vor unserer Haustür haben. Wenn man genau hinschaut, muss man oft nur zehn Minuten mit Auto, Moped oder Rad fahren, um die vielfältigen Freizeitangebote zu nützen", versucht er damit Jugendliche vor Ort zu motivieren.

Neue Blickwinkel
Damit war zugleich der Grundstein für eine gute Zusammenarbeit und Freundschaft gelegt. "Mir war es wichtig, eine Schnittstelle zu schaffen, damit Jugendliche aus Bad Radkersburg und Gornja Radgona zusammenarbeiten können." Mit Turnieren und Ausflügen wurde die Basis zwischen Jugendlichen über die Grenze hinaus weiter gefestigt. "Uns trennt ja eigentlich nur ein Fluss und die Sprache, doch mit einem Mischmasch aus Deutsch, Englisch und Slowenisch hat man die tolle Möglichkeit, wahnsinnig viele nette Leute, neue Ideen und interessante Blickwinkel kennenzulernen", schwärmt er.
Dies kann er Mitte Mai sogar noch breitflächiger beim "EYE - dem Europäischen Youth Event" in Frankreich ausbauen. Das Europäische Parlament in Straßburg öffnet seine Türen. Michael Peterka wird dabei die Region Südoststeiermark vertreten. Im Zuge von Debatten, Hearings, Workshops, Spielen und Konzerten werden 7.000 junge Menschen die Chance haben, europäische Entscheidungsträger zu treffen, mit ihnen zu diskutieren und innovative Ideen zum Motto "Together, we can make a change" zu entwickeln. Spaß und kulturelle Vielfalt, aber auch schwierige Themen wie Krieg, Jugendarbeitslosigkeit, lebendige Demokratie und Wege für ein nachhaltiges und friedliches Europa werden behandelt. "Ich bin sehr gespannt, viele neue Facts, Hintergründe, Ansichten und einfach viele Gleichaltrige kennenzulernen."
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