02.08.2016, 15:17 Uhr

141 Betriebe bauen auf Vulkanlandweizen

Die Idee des Vulkanlandweizens fruchtet – Bauern, Müller, Bäcker und die Politik ziehen an einem Strang.

Witterung setzte den Weizenbauern zu, Ernteerträge sind dennoch zufriedenstellend.

Das Interesse am Vulkanlandweizen ist ungebrochen groß. Seit dem Projektstart 2013 hat sich die Anzahl der teilnehmenden Betriebe nahezu verdreifacht und beläuft sich derzeit auf 141. 2015 brachten 82 Bauern 2.450 Tonnen Weizen in einen Kreislauf ein, der vom direkten, persönlichen Zusammenspiel von Landwirt, Müller, Bäcker und – nicht zu vergessen – dem Endkonsumenten lebt.
Die heurige Ernte sei durchwachsen, die Erträge würden aber im Großen und Ganzen passen, eröffnet Labg. Franz Fartek die Gesprächsrunde. Er selbst habe erst am Vortag die Ernte eingefahren, gerade noch rechtzeitig vor dem Regen. Die Witterung sei in diesem Jahr, so Fartek, eine besondere Herausforderung gewesen. Landwirt Anton Prödl kennt das Problem nur zu gut: "Im März die Trockenheit, im April der Schnee, jetzt der viele Regen." Eine zu hohe Erntefeuchtigkeit könnte bei der Verarbeitung und Lagerung zum Problem werden, so der Landwirt.

Appell an die Bevölkerung

Die Farina-Mühle in Raaba verarbeitet den Vulkanlandweizen, ihr Chef, Bernhard Gitl, ist einer der Initiatoren des Projekts. Die Qualität des Getreides sei hervorragend, nur an der Vermarktung müsse noch gearbeitet werden. Einen "Riesenappell" richtet Gitl an die Bevölkerung, aber auch an die Politik. "Die kleinen Bauern kümmern sich um unsere wunderschöne Landschaft und stehen für Qualität und Regionalität. Um sich gegen die gro- ßen Industriellen durchsetzen zu können, brauchen sie jede Unterstützung." Die erzeugten Produkte auch zu kaufen, sei daher ein wesentlicher Schritt. Derzeit arbeiten die Bäckereien Reicht, Ertl, Strohmaier, Teschl und Birchbauer mit Weizenmehl aus dem Vulkanland.
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