22.03.2016, 08:09 Uhr

Teilerfolg: Die Post sperrt nicht zu

Eine Aktion brachte beinahe 5.000 Unterschriften gegen die Schließung der Post: Rath, Winkelmaier, Fartek (v.l.).

Die Fehringer Post bleibt. Vorerst! Die Schließung ist bis 1. Jänner 2017 auf Eis gelegt.

In einem Telefonat hat Staatssekretärin Sonja Steßl Bürgermeister Johann Winkelmaier mitgeteilt, dass die Post nicht mit Ende März geschlossen würde. Bis Ende des Jahres bleibt die Filiale offen. Winkelmaier wertet diesen Schritt als "politisches Umdenken" und "Nachdenkprozess der Politik".
Vizebürgermeister LAbg. Franz Fartek macht klar: "Fehring ist die zweitgrößte Stadt im Bezirk und hat 410 Gewerbebetriebe. Dieser Widerstand ist keine politische Eitelkeit. Die Post ist der Bevölkerung einfach wichtig." 4.820 Unterschriften gegen die Schließung zeugen von der massiven Allianz der Bürger. Die gewonnene Zeit will Winkelmaier nicht ungenutzt verstreichen lassen: "Wir nutzen die kommenden Monate, um für die Post als Nahversorger Stimmung zu machen." Von einer Postpartner-Lösung hält er nichts. "Nebenher Post spielen geht nicht." Dass vom Bürgermeister vergangene Woche in Wien präsentierte Sanierungskonzept wurde von der Regulierungsbehörde und Postvertretern vom Tisch gewischt. Es sei gesetzlich verboten, darüber nachzudenken, wie man es besser machen könnte, wurde dem Bürgermeister vermittelt. Dem stoßen zudem die der Fehringer Filiale zugerechneten Overhead-Kosten sauer auf. Sie vereiteln dem Standort die Rentabilität.

ÖGB fordert Bekenntnis
Über die Aufschiebung der Schließung in Fehring freuen sich ÖGB-Regionalsvorsitzender Karl Pfister und ÖGB-Regionalsekretär Reinhard Puffer. Sie waren, die WOCHE hat berichtet, gemeinsam mit Kirchbachs Bürgermeister Franz Löffler und Fehrings Vizebürgermeister Hans-Rudolf Rath in Wien und haben beim Postmanagement, in der Regulierungsbehörde und im Finanzministerium für die Erhaltung der Postämter gekämpft. Pfister und Puffer merken an, dass vor allem die Unterstützung durch Staatssekretärin Sonja Steßl viele wichtige Türen geöffnet habe. Die ÖGB-Vertreter wünschen sich nun von den Bürgermeistern ein klares Bekenntnis zur Post oder zu einem Postpartner.
0
Weitere Beiträge zu den Themen
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.