01.09.2016, 15:57 Uhr

Fragwürdiger Tod einer kleinen Hauskatze in Zirl

Sonntagmorgen verließ die kleine Hauskatze „Molly Kizzy“ die Familienwohnung in der Morigglgasse in Zirl, um im Garten Gras zu fressen und die Sonne zu genießen. Molly ist sehr scheu, vermeidet die Nähe anderer Menschen, speziell den Straßenverkehr und den Schlossbach. Sie ist nur auf Familienmitglieder fixiert und lebt bis auf kurze Besuche im eigenen Garten und den Gärten der Nachbarn nur in der Wohnung der Familie.

Aus diesem Grund hat sie das Wohngebiet Morigglgasse zwischen Kirchstraße, Schwabstraße, Schlossbach und Veranstaltungszentrum B4 auch noch nie verlassen. In der Regel kehrte das Kätzchen nach spätestens 2 - 3 Stunden in die Wohnung zurück.

Bei längerer Abwesenheit wurde die niedliche kleine Tigerkatze von der Familie gesucht und immer im Wohngebiet Morigglgasse im Bereich der Kurzparkzone oder den Gärten der Nachbarschaft, aber nie weiter entfernt aufgefunden.

Am Sonntag kehrte Molly nicht mehr nach Hause zurück. Am späten Nachmittag, abends, um Mitternacht und am nächsten morgen wurde die Hauskatze im Bereich Morigglgasse und im weiteren Zentrum von Zirl erfolglos gesucht. Als auch mehrfaches intensives Suchen am Montag morgens, nachmittags, abends und in der Nacht zum Dienstag keinen Erfolg brachte, entschlossen sich die Eigentümer, am Dienstagmorgen bei einem Tierarzt nachzufragen, ob eine verletzte Katze möglicherweise durch ihn z. B. nach einem Unfall mit einem Kraftfahrzeug behandelt wurde.

Und nun passiert ein unglaublicher Zufall, der allen Tierliebhabern die Tränen in die Augen treibt: In der Ordination des Tierarztes befindet sich eine Dame, die auf die Frage des Eigentümers berichtet, dass sie am Montagabend am Radweg auf der rechten Innseite kurz nach dem M Preis in Höhe des Fußballplatzes in einem Trampelpfad zum Innufer eine tote Katze gesehen und fotografiert hat. Sie zeigt dem Ehepaar das Foto und beide Eheleute erkennen die so schmerzlich vermisste Katze als ihr Haustier.

Das Ehepaar fährt zu der beschriebenen Stelle und findet tatsächlich das so geliebte kleine tote Kätzchen gekrümmt in einem Gebüsch liegen. Beide Ehepartner wollen mehr über die Todesursache erfahren und bringen unter Tränen das Tier nach Haus und waschen es in einem warmen Bad, um den Körper genau untersuchen zu können, und die Todesursache zu finden.

Das Ergebnis ist schmerzlich: das rechte Vorderfüßchen ist mehrfach gebrochen und platt gedrückt, Bauch und Brust total geschwollen und die Bauchdecke bretthart. Aus dem kleinen Mäulchen tropft Blut aus dem Körperinneren. Besonders auffällig sind Farbreste der Farbe „altweiß“, die sich vom Gesichtsbereich über die Bauchgegend bis zum Gesäß der Katze im Fell befinden.

Bis hierher sind nur die Fakten beschrieben, reine Realität. Emotionell scheiden sich hier die Geister. Realisten, unbetroffene und gefühllose Menschen werden die Problematik schnell abtun und ohne Emotionen sagen, dass so etwas jeden Tag passiert, eine Katze ist überfahren und Opfer des Straßenverkehrs geworden. Warum wird hier so großen Aufhebens gemacht, es war doch nur eine Katze, laut Gesetz ein Sachgegenstand!

Aber Tierliebhaber, speziell Katzenfreunde reagieren hier völlig anders. Sie wissen, dass Haustiere als treue Lebewesen zur Familie gehören und dass der Verlust eines geliebten Tieres sehr schmerzvoll sein kann und viele Tränen fordert. Diese Menschen mit Herz haben Verständnis dafür, wie sehr eine Familie leidet. Und an diese Menschen, die unsere Situation verstehen und unseren Schmerz nachempfinden können möchten wir uns in unserer Ratlosigkeit wenden.

Aus den Fakten ergeben sich Fragen, auf die allein von uns Eigentümern keine Antworten gefunden werden können. Deshalb bitten wir alle Leser, die sich von unserer Geschichte emotionell angesprochen fühlen, mit uns in Kontakt zu treten, falls sie irgendwie zu einer Lösung beitragen können. Wir möchten niemanden grundlos verdächtigen oder anschuldigen, aber wir wollen herausfinden, was genau passiert ist und vielleicht können Sie als Leser uns irgendwie weiter helfen.

Ein Unfall auf der Straße kann ebenso wenig ausgeschlossen werden, wie eine brutale Tiermisshandlung mit Todesfolge. Dies herauszufinden ist unser Problem, denn der gebrochene rechte Vorderfuß, die inneren Organverletzungen und die Farbreste am Fell sind die einzigen Anhaltspunkte.

Wurde der Vorderfuß durch einen Fahrzeugreifen gebrochen und ist der Körper unserer Katze dabei so stark gegen das Fahrzeugrad geschleudert worden, dass innere Organverletzungen entstanden sind? Dies wäre nur möglich bei schnell fahrenden Fahrzeugen, vielleicht auf der Schwabstraße oder Meilstraße, nicht aber in einer Begegnungszone mit 20 km-Begrenzung wie dem Wohngebiet Morigglgasse. Außerdem hatte unsere Katze immer panische Angst vor fahrenden Autos, so dass sie die Nähe zum fließenden Verkehr ständig vermieden hat.

Oder hat ein Tierquäler mit seinem linken Fuß auf dem rechten Vorderpfötchen gestanden, das unter seinem Körpergewicht zerbrochen ist und platt gedrückt wurde, um das Tier am weglaufen zu hindern und mit seinem rechten Fuß stark in die Bauchdecke zu treten ?

Die heftigen Tritte in die Bauchdecke der kleinen Katze könnten die Eingeweide zerstört haben, was zu einem inneren Verbluten mit Blutaustritt aus dem Maul geführt hat. Möglicherweise hat dieses „zu Tode treten“ in einer Garage, im Keller oder irgendwo anders in einem Haus stattgefunden, in einem Bereich, wo frische Farbe war oder ein Farbbehälter während der Tat umgefallen ist.

Da die Hauskatze niemals vorher den Wohnbereich Morigglgasse verlassen hat, liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, wenn diese Straftat wirklich begangen wurde, dass es sich um einen Täter handeln muss, der in der Nachbarschaft bzw. im Wohnbereich Morriglgasse wohnt.

Um den Verdacht der Tierquälerei mit Todesfolge von sich und dem Tatort abzulenken, ist anzunehmen, dass nach der Tat die tote Katze bei Dunkelheit in einem Behälter zum entfernten Innufer transportiert wurde, um sie dort zu entsorgen. Möglicherweise hat auch dieser Behälter noch frische Farbreste enthalten, die am Fell des Tieres haften geblieben sind.

Wie bereits gesagt, wir wissen es nicht und wollen auch niemanden beschuldigen, aber aus welchem anderen Grund hätte unsere Katze vom Wohngebiet Morigglgasse auf die über einen Kilometer entfernte andere Innseite in einen von Gebüsch umwachsenen Trampelpfad kommen sollen, der zudem noch ca. 100 m von der Hauptstraße entfernt liegt ? Aus eigenem Willen wäre unser Kätzchen niemals die verkehrsreiche Bahnhofsstraße und die Innbrücke entlang gelaufen, um aus welchem Grund auch immer zu dieser weit entfernten Fundstelle zu kommen.

Wenn Sie mit Informationen helfen möchten, rufen Sie uns bitte unter 068120227283 an.
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