12.07.2016, 09:44 Uhr

„Wiedergeburt" der Sterbebilder – Standardwerk zum Thema ist erschienen

Von links: Dr. Ingo Schneider (Universität Innsbruck, Europäische Ethnologie), Autor Dr. Hansjörg Bader, Mag. Karl Berger (Volkskunstmuseum), Martin Reiter (Verleger). (Foto: Edition Tirol)

Dr. Hansjörg Bader aus Hall hat sich in seinem neuen Buch einem Thema angenommen, das leider täglich viele Familien beschäftigt: Sterbebilder! Das Standardwerk wurde kürzlich im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck präsentiert.

TIROL. Sterbebilder, auch als Totenzettel oder Totenbilder bezeichnet, kommen ausschließlich bei katholischen Christen – bzw. dort wo Katholiken die Bevölkerungsmehrheit stellen – vor.
Diese Bilder sind kleine, in der Regel hochrechteckige Andachtsgraphiken, die zwei- oder vierseitig bedruckt und zirka 8 x 12 cm groß sind. Charakteristisch ist für das Sterbebild der schwarze Trauerrand, der allerdings in der Zeit der ersten Ausformung und heute nicht mehr vorhanden ist.
In gut 200 Jahren, in denen es Sterbebilder in Tirol gibt, hat sich deren Gestaltung und Funktion sehr stark verändert. Nachdem sie vor etwa 50 Jahren fast von der Bildfläche verschwunden waren, erleben sie heute eine ungeahnte „Wiedergeburt".
Dr. Hansjörg Bader hat das „Phänomen Sterbebild“ von allen Seiten durchleuchtet, dokumentiert und mit seinem Buch (324 Seiten, 1408 Abbildungen und Grafiken) ein bisher einzigartiges Standardwerk geschaffen.

Das Buch: "Sterbebilder – Vom Gebetsaufruf zur Erinnerung"

Dr. Hansjörg Bader: Sterbebilder – Vom Gebetsaufruf zur Erinnerung, 215 x 260 mm, 324 Seiten, 1.408 Abbildungen und Grafiken, ISBN-13 978-3-85361-199-9, Verlag Edition Tirol, Euro 29,–. Bestellungen: Tel. + Fax 05337/62453 oder editiontirol@gmail.com bzw. im guten Buchhandel.
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