30.03.2016, 08:00 Uhr

Nina Proll im Interview: "Lustig und etwas frivol"

Interview: "Vorstadtweib" Nina Proll und BB-Redakteur Georg Larcher im gemütlichen "Vorstadt"-Café "Am Eck" in Telfs.

Singen ist eine Leidenschaft von "Vorstadtweib" Nina Proll. Ihre "Vorstadtlieder" stellt sie erstmals in Telfs vor.

TELFS. Als „Vorstadtweib“ ist die mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin Nina Proll in aller Munde – nun gibt es auch „Vorstadtlieder“. Die Premiere der Show ist am 9. April (20 Uhr) im Rathaussaal Telfs! Dieses und nächstes Jahr tourt Proll damit durch Österreich - vielleicht auch in Deutschland. BEZIRKSBLÄTTER baten sie zum Interview.

Wie kommt gerade Telfs in den Genuss der Premiere von "Vorstadtlieder"?
NINA PROLL: Einerseits wegen der Kinder, damit ich nicht so viel weg bin. Und bevor wir in die Kulturhauptstadt Wien (Museumsquartier) gehen, wollen wir es im kleineren Rahmen ausprobieren. In Telfs sind Familie, Freunde und Verwandte, da sind viele Künstler, deren Meinung ist mir sehr wichtig. Bei Live-Auftritten – das ist ja das tolle – kann man immer etwas verbessern.

2013 haben Sie uns mit "Lieder eines armen Mädchens" auf der Burgruine Hörtenberg begeistert. Was erwartet uns in Ihrer neuen Soloshow?
PROLL: Vom Inhalt her ist es etwas anderes, es beschäftigt sich eher mit dem Wiener Lied, und der Vorstadt im Allgemeinen. Lieder aus mehreren Jahrhunderten, Operetten aus dem 18. Jhdt. bis hin zu Helene Fischer. Alles was irgendwie zum Thema "Vorstadt" passt. Es ist eher lustig, unterhaltsam und ein bissl frivol, eben typisch Wiener Lieder. Ich werde begleitet von einer 7-Mann-Band und vier Tänzern.

Das Frivole steckt in den Vorstadtliedern und in den Vorstadtweibern ... liegt Ihnen diese Rolle?
PROLL: (lacht) Sagen wir so: es fällt es mir nicht schwer, so eine Rolle zu spielen, es macht mir Spaß. Ich würde nicht sagen, dass ich privat so bin. Ich bin eher der bodenständige und kumpelhafte Typ als das Weibchen, das immer die Highheels anhat und intrigiert.

Welcher Kunstart wollen Sie sich in Zukunft mehr widmen?
PROLL: Ich versuche mich abzuwechseln und mich möglichst nicht zu wiederholen. Natürlich lebe ich vom Film und bin froh, dass ich in Serien wie "Vorstadtweiber" spielen kann, das gibt mir auch eine finanzielle Sicherheit. Erst dadurch kann ich eigene Liederabende machen. Ich glaube, Singen ist mein eigentliches Talent. Ich komme vom Musical und versuche immer wieder dahin zurückzukommen.

Jetzt spielen Sie auch Klavier ...
PROLL: Ja, ich habe mich im September in der Musikschule Telfs eingeschrieben und nehme Klavierunterricht bei Barbara Müller. Das macht Spaß. Mein Ziel ist es, dass ich mich selber eines Tages am Klavier begleiten kann, vielleicht für mein nächstes Programm.

Ihr Mann Gregor Bloeb war 2011 mit seiner Show im Rathaussal Telfs – ist er am 9. April im Publikum oder auch auf der Bühne?
PROLL: Mein Mann sagt immer, er spielt jetzt den First-Gentleman. Er nimmt sich zurück, damit ich meine Show machen kann. Er unterstützt mich tatsächlich sehr, hat mit mir das Buch geschrieben und führt auch Regie.

Seit wann bereiten Sie Ihre Show schon vor?
PROLL: Ich bin seit Oktober an dem Konzept dran. Erst jetzt sind die Endproben mit Band und Tänzern. Es gibt noch viel zu tun, zwei Nummern von Dolores Schmidinger sind dabei, zwei von Josef Hader, Arien aus mehreren Operetten und eine eigene Nummer, die ich eigens für die "Vorstadtweiber" komponiert habe: "The art of pretending". Der Song kommt in Vorstadtweiber-Folge 7. Das Telfer Publikum wird es als erstes hören.

Die Sendezeit für "Vorstadtweiber wird sehr beworben, was machen Sie montags um 20:15 Uhr?
PROLL: Ich schauen da auch fern (lacht). Gestern (21.3. Anm.) habe ich die Vorstadtweiber mit Pfaffenhofer Freundinnen geschaut. Gregor schaut auch immer, wenn er da ist. Ich habe selber noch nicht alle Folgen gesehen, deswegen sitze ich auch meist Montags vor dem Fernseher.

Sind die Vorstadtweiber eher mit "Sex and the City" oder "Desperate Housewifes" zu vergleichen?
PROLL: Ich glaube dass uns schon was Eigenes gelungen ist. Wenn überhaupt, würde ich es eher mit "Kir Royal" vergleichen, der Serie über
die Münchner Schickeria aus den 80er Jahren, das hatte eher einen Humor wie der Vorstadtweiber.

Telfs wirbt mit der "Renommierten Kulturhochburg" mit über 300 Veranstaltungen ...
PROLL: 300 Veranstaltungen im Jahr, wirklich? Am 9. April gibt es nur eine Kollision, von dem ich weiß: In Pfaffenhofen gibt es ein Frühjahrskonzert, ich hoffe aber, dass die Pfaffenhofer am 9. April zu mir kommen (lacht).

Sehen Sie Telfs auch persönlich als Kulturhochburg?
PROLL: Ich war bei Nina Hartmann und Stermann & Grissemann im Rathaussaal. Also ich habe schon das Gefühl, dass hier viel gemacht wird. Viel mehr als im Waldviertel, wo ich aufgewachsen bin, da gibt nur ein Schrammelkonzert oder mal eine Lesung. Wir schauen uns immer wieder Volksschauspiele-Stücke an, auch beim "Theater im Container" war ich erst kürzlich, das fand ich super! Obwohl ich gestehen muss, wenn ich daheim bin, bleibe ich eher zurückgezogen und brüte über die eigenen Sachen.

Mehr zur Soloshow von Nina Proll, Termin, Tickets und TICKETVERLOSUNG:

http://goo.gl/ZdS5lj
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